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Obstbauern optimistisch: Kirschbäume sind voll

Hoffen auf beständiges Wetter Obstbauern optimistisch: Kirschbäume sind voll

Sie sind zum Anbeißen: Dunkelrot hängen Kirschen in voller Pracht an den Bäumen. Obstbauern haben allen Grund, optimistisch zu sein. Sie erwarten in Brandenburg einen hohen Ertrag. Jetzt muss nur noch die Sonne mitspielen. Eine Laune der Natur könnte ihnen allerdings noch einen Strich durch die Rechnung machen.

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Hoher Ertrag an den Bäumen? Die Obstbauern sind optimistisch – nur das Wetter könnte ihnen noch einen Strich durch die Rechnung machen.

Quelle: imago stock&people

Frankfurt (Oder). Werder/Havel. Brandenburger Obstbauern können in dieser Saison mit einer guten Kirschernte rechnen – vorausgesetzt, es gibt keinen weiteren Regen. „Die Bäume hängen voll, die Früchte sind gut entwickelt“, sagt Stefan Lindicke, Geschäftsführer vom Obsthof in Werder an der Havel (Potsdam-Mittelmark). Regen könne ihnen aber nun sehr schaden: Die Früchte platzen dann auf und schimmeln am Baum. Zwar sind sie dann nicht mehr verkäuflich, müssten aber trotzdem gepflückt werden. Sonst werden die übrigen schnell geschädigt.

 Zum Anbeißen

Zum Anbeißen: Süßkirschen auf einer Plantage im Potsdamer Ortsteil Marquardt.

Quelle: dpa-Zentralbild

Nach Angaben des Brandenburger Gartenbauverbandes sind Süßkirschen nach den Äpfeln die zweitstärkste Obstart. Die Bäume stehen auf 425 Hektar im Land, 60 Prozent davon im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Angebaut werden vor allem die Sorten Regina, Kordia und Giorgia. Im Vorjahr wurden 815 Tonnen Süßkirschen geerntet – aufgrund schlechter Witterung war das nicht besonders viel. Von den Apfelbäumen auf 900 Hektar wurden in der vergangenen Saison 22 000 Tonnen Früchte geerntet.

„Viel mehr Regen ist nicht so leicht zu verschmerzen“

In Werder gedeihen auf 20 Hektar des Obsthofes Süß- und Sauerkirschen, Äpfel und Quitten. „Eigentlich rechnen wir mit einem erfolgreichen Jahr“, sagt Obstbauer Lindicke. „Doch man soll nicht zu früh rechnen, erst müssen die Früchte von den Bäumen geholt werden.“

Auch Obstbauer Raik Neumann, der einen Familienbetrieb in Frankfurt (Oder) führt, hofft in den nächsten Tagen wieder auf Sonne. „Viel mehr Regen ist nicht so leicht zu verschmerzen und führt zu Einbußen“, betont er. Pro Kilogramm Süßkirschen kann er in der Direktvermarktung am Feldrand um die sieben Euro pro Kilogramm verlangen.

Die Ernte der Süßkirschen läuft noch bis Mitte/Ende Juli. Dann werden auch die Sauerkirschen von den Bäumen gepflückt.

Brandenburgs Bauern verkaufen die Ware meist über eigene Hofläden, auf Märkten in der Region oder über den Großhandel. Kirschen bestehen nach Expertenangaben zu 80 Prozent aus Wasser und sind sehr kalorienarm.

Von Gudrun Janicke

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