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Öko-Ranking: Brandenburg rutscht weiter ab

Erneuerbare Energien Öko-Ranking: Brandenburg rutscht weiter ab

Der einstige Primus bei den erneuerbaren Energien rutscht weiter ab: Brandenburg rangiert im Vergleich mit den anderen Bundesländern nur noch auf Platz 6. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung der Agentur für erneuerbare Energien. Dabei hatte die Mark in der Vergangenheit mehrmals den Spitzenplatz geholt.

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Der Ausbau von Windrädern und Solarfeldern ist nur einer von fast 60 Indikatoren, die für die Studie miteinander verglichen werden.

Quelle: dpa

Potsdam. Im Vergleich mit den anderen Bundesländern rangiert Brandenburg bei den erneuerbaren Energien nur noch im oberen Mittelfeld. Im neuen Länderranking der Agentur für erneuerbare Energien (AEE) zu den Fortschritten bei der Energiewende kommt Brandenburg auf Platz 6. Spitzenreiter ist Baden-Württemberg, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern und Bayern. Am Ende der Rangliste stehen Hessen, Berlin und das Saarland.

Die am Donnerstag präsentierte Studie wurde vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforum (DIW) und dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung Baden-Württemberg (ZSW) durchgeführt. Die Analyse vergleicht die Anstrengungen und Fortschritte der Länder beim Ausbau der Öko-Energie anhand von insgesamt 59 Faktoren. Dabei werden unter anderem die energiepolitische Strategie, die Anteile der Erneuerbaren am Energieverbrauch, aber auch Forschungsanstrengungen oder Patentanmeldungen miteinander verglichen.

Einst Leitstern, heute oberes Mittelfeld

Brandenburg schnitt hier anfangs hervorragend ab. Seit 2008 wurde mit der Studie die Auszeichnung „Leitstern” vergeben. Dreimal in Folge ging sie an Brandenburg als Land mit den besten Werten. Der Preis wird seit 2014 nicht mehr vergeben. Damals rutschte Brandenburg auf Rang fünf ab. Nun verliert das Bundesland abermals einen Platz.

„Die Studie zeigt deutlich auf, wo es zu Fehlentwicklungen kommt und wo noch dringender Handlungsbedarf besteht. Es gibt überall noch Verbesserungspotenzial – hier kann man sich jeweils bei den Ländern, die in den einzelnen Punkten besser abgeschnitten haben, noch etwas abschauen“, sagte Philipp Vohrer, Geschäftsführer der AEE. „Für die erfolgreiche Realisierung der Energiewende und insbesondere das Erreichen der Klimaziele braucht es weitere Anstrengungen, auch und gerade in den Bundesländern.“

Erneuerbare Energien sorgen für Jobs im Osten

Die ostdeutschen Bundesländer schneiden traditionell gut ab, heißt es in der Studie: „Durch den Zusammenbruch großer Teile der ostdeutschen Wirtschaft nach der Wiedervereinigung und der Abschaltung vieler veralteter Braunkohlekraftwerke boten die Erneuerbaren Energien nicht nur die Chance für eine klimaschonende Energieversorgung, sondern auch für neue ökonomische Perspektiven“, heißt es.

Dabei ist auch Brandenburg weiterhin durchaus erfolgreich: „Hinsichtlich der Beschäftigten weisen Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg die besten Ergebnisse auf“, schreiben die Autoren der Studie.

Von Torsten Gellner

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