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Oh, wie schön ist Brandenburg

Schmucke Innenstädte stoppen Abwanderung Oh, wie schön ist Brandenburg

Die „Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ schaut auf ziemlich erfolgreiche 24 Jahre zurück. Nicht zuletzt stoppten auch denkmalgerecht sanierte Innenstädte die massive Abwanderung aus der Peripherie. Im Kulturlandjahr 2016 wollen die Städte zeigen, wie das Handwerk ihren Charakter bis heute geprägt hat.

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Quelle: Lutz Hannemann

Potsdam. Die Sanierung der historischen Stadtkerne Brandenburgs ist ein Erfolg. Auch dadurch ist die Peripherie inzwischen wieder so attraktiv geworden, dass die Abwanderung gestoppt, wo nicht sogar umgedreht worden ist. Das sind Botschaften, die beim Jahrespressefrühstück der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ des Landes Brandenburg im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) auch anklingen.

Eigentlich ging es bei dem Treffen der 31 zusammengeschlossenen Städte um das Programm des Kulturlandjahres 2016. Dieses stellt das Handwerk ins Zentrum von Ausstellungen, Kunstaktionen und Theaterstücke. Verbunden damit ist allerdings die Frage, ob nicht gerade wegen der mit viel Fördermitteln gelungenen Sanierung die Kommunen inzwischen eher Freilichtmuseen statt Zukunftslabore für modernes Leben und Arbeitens geworden sind.

Die kleine Diaschau, die am Freitag unkommentiert über eine große Wand im Seminarsaal lief, lässt Ersteres fürchten. Man staunt, was für schmucke Ortschaften einstige Sorgenkinder wie Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster) oder Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) mit ihren Klinker- und Bürgerbauten doch geworden sind. Doch sind sie nicht aus der Zeit gefallen?

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Keineswegs, stellt die Staatssekretärin im Infrastrukturministerium, Katrin Lange, stellt: „Natürlich sind die Städte Zukunftslabore und keine Museen.“ Gerade die Sanierung mache sie wieder attraktiv. Trotz 25 Jahre Einheit sei noch viel zu tun, aber könne Brandenburg könne Dank des Bundesprogrammes „Städtebaulicher Dankmalschutz“ von 2016 bis 2019 noch 51 Millionen Euro Fördermittel ausreichen. Gegenüber der MAZ bestätigt Lange, dass die sanierten Kerne die Menschen anziehe. „Von einer Trendwende würde ich noch nicht sprechen, aber es gibt Zuwächse in den Städten“, sagt sie. Selbst im abgelegenen Prenzlau (Uckermark) bauten private Investoren Wohnungen. „Durch die tolle Mischung aus alten Gebäuden und moderner Infrastruktur werden ist das eine attraktive Umgebung“, sagt Lange.

Den Trend bestätigt Dietlind Tiemann (CDU), Oberbürgermeisterin von Brandenburg/Havel. „Seit 2014 stabilisiert sich unsere Bevölkerung bei 71300“, sagt sie. Selbst für das Kulturlandjahr, das zeigen soll, wie das Handwerk die Städte prägte, sieht sie Brandenburg als gutes Beispiel. Die einst industriell geprägte Havelstadt habe viele Kompetenzen zum Beispiel in den Metallbau verlegt. „Gerade kleine und mittelständischen Betriebe haben uns in Zeiten der Finanzkrise vor dem Einbruch bewahrt.“

Klassisches Handwerke wie Töpfereien seien zwar verschwunden, dafür tauchten neue Handwerker auf. In ein altes attraktives Gebäude in der Mühlentorstraße 9 sei ein Geigenbauer eingezogen. Der Zuzug belegt eine offenbar sehr große Strahlkraft der historischen Altstadt. Der Handwerksmeister Ian Crawford McWilliams ist Kanadier.

Von Rüdiger Braun

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