Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Ominöse Anzeige gegen AfD-Vize
Brandenburg Ominöse Anzeige gegen AfD-Vize
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:07 12.01.2017
AfD-Parteivize Andreas Kalbitz. Quelle: dpa-Zentralbild
Potsdam

Der stellvertretende AfD-Partei- und Fraktionsvorsitzende im Landtag, Andreas Kalbitz (44), sieht sich einem Sex-Vorwurf ausgesetzt. Wie die Staatsanwaltschaft Potsdam nach Informationen der Bild-Zeitung bestätigte, ging eine anonyme Strafanzeige gegen den Stellvertreter von Parteichef Alexander Gauland ein. Die Vorwürfe würden geprüft. Danach werde entschieden, ob die Behörde ein Ermittlungsverfahren eröffnet.

Als Anzeigeerstatter treten angebliche Eltern eines Mitglieds der AfD-Jugendorganisation „Junge Alternativ“ (JA) auf. Ihnen zufolge soll sich Kalbitz auf einer JA-Veranstaltung am 1. August 2015 „teilweise noch minderjährigen Jugendlichen sexuell genähert haben.“ Die Anzeigeerstatter fordern in dem der MAZ vorliegenden Brief Kalbitz auf, unter Nennung einer Frist sein Landtagsmandat niederzulegen. Andernfalls werde das Papier veröffentlicht.

AfD-Kronprinz Kalbitz, der im April die Nachfolge Gaulands als Chef von Landespartei und Fraktion antreten will, wies die Anschuldigungen als „völlig haltlos“ zurück.

Von den zehn JA-Mitgliedern, die an der Veranstaltung in einem Cottbuser Lokal teilnahmen, hätten die meisten bereits eidesstattliche Versicherungen abgegeben, dass es keine strafbaren sexuellen Handlungen gegeben habe, so Kalbitz. Das Schreiben sei Ende 2016 „weitflächig in der Partei verbreitet“ worden. Daraufhin habe er, Kalbitz, Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Cottbus wegen Verleumdung erstattet. Dass er nicht für ein Bundestagsmandat antrete, habe nichts mit dem Schreiben zu tun, sagte Kalbitz.

Von Ulrich Wangemann

Brandenburg Der Neue an Maik Schneiders Seite - Neonazi-Anwalt kritisiert alte Prozess-Taktik

Der angeklagte Neonazi Maik Schneider hat einen neuen Verteidiger. Der Anwalt ist in der rechten Szene kein Unbekannter – auch über seine Anwaltstätigkeiten hinaus. Eine bürgerliche Politikkarriere scheiterte an seiner Vergangenheit. Jetzt wurde er von Schneider selbst ausgesucht und übt deutlich Kritik an der Arbeit seines Vorgängers.

12.01.2017

2016 sind deutlich mehr Suizide von Gefangenen in Berliner Haftanstalten registriert worden als 2015. Das teilt Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) mit und nennt das „eine besorgniserregende Häufung“. Allein vier Gefangene brachten sich demnach in der JVA Moabit um. Das liege auch an fehlendem Fachpersonal.

12.01.2017
Brandenburg Fast 2,5 Millionen-Einwohner - Und wieder hat Brandenburg dazugewonnen

In Brandenburg freut man sich über viele neue Einwohner. Im vergangenen Jahr sind so viele neue Einwohner dazu gekommen wie schon lange nicht mehr. Fast 2,5 Millionen Menschen leben in der Mark. Über diese Zahl können die Berliner aber nur müde lächeln.

12.01.2017