Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Ostdeutsches Phänomen: Hasen lieben Plattenbauten
Brandenburg Ostdeutsches Phänomen: Hasen lieben Plattenbauten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:38 12.04.2017
Quelle: dpa
Anzeige
Berlin

Die Chance, mitten in Berlin einen echten Osterhasen zu sehen, stehen nicht schlecht: Hasen zieht es neuerdings bis in die Innenstadt der Millionen-Metropole. „Lange dachten wir, das machen Hasen nicht“, sagt Biologe Konstantin Börner, Mitarbeiter am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung. „Aber es gibt inzwischen wirklich eine vitale städtische Hasenpopulation. Sogar im Tiergarten haben wir schon einen gesehen.“

Börner zählt gerade Hasen im Bezirk Lichtenberg. Einfach ist das nicht, denn die Tiere sind scheu und hoppeln Menschen eher aus dem Weg. Sie hocken in Gebüschen, oft unbemerkt von Passanten. „Stadthasen sind erstaunlich anpassungsfähig und reagieren nicht panisch auf Geräusche und Verkehr“, sagt Börner. Direkte Anwohner wüssten trotzdem oft um die neue tierische Gesellschaft.

Meister Lampe liebt Plattenbauten

Auf 15 Tiere pro Quadratkilometer schätzt der Forscher den Meister-Lampe-Bestand in den östlichen Stadtbezirken. Überhaupt hält er den Stadthasen - mit Ausnahme von Stuttgart - eher für ein ostdeutsches Phänomen, vor allem in Plattenbausiedlungen mit großzügigen Grünflächen dazwischen.

An Innenstädten im Westen könnte der echte Hase weniger interessiert sein, weil sie außerhalb des unmittelbaren Stadtkerns oft eher von Einfamilienhaussiedlungen geprägt sind - mit vielen Zäunen. Hindernisse und wenig Deckung aber mögen Hasen nicht. Anders als Kaninchen graben sie sich keinen Bau als Zuflucht, sondern hocken getarnt in einer Erdmulde, ihrer Sasse.

In freier Natur sind Hasen eher als Einzelgänger bekannt. Börner hat sie in Berlin aber auch schon in kleinen Gruppen beobachtet - auch das wäre ein neues Verhaltensmuster.

Am Stadtrand an der Grenze zu Brandenburg sind Hasen auch dem Berliner Landesforstamt gut bekannt. „In Lübars, Gatow oder Kladow gibt es Feldhasen, im Spandauer Forst und im Grunewald auch Waldhasen“, berichtet Sprecher Marc Franusch. Er schätzt, dass es auf Berliner Stadtgebiet insgesamt hunderte Tiere sind, die sich Spaziergängern aber selten zeigen. Die Populationen seien stabil, gejagt werden sie nicht. „Sie stehen aber bei Füchsen, großen Greifvögeln, Hunden und Wölfen auf dem Speisezettel“, sagt Franusch. Ein Killer sei auch der Straßenverkehr.

In der Innenstadt vermutet Franusch die Tiere eher nicht. „Was wir dort sehen, sind Wildkaninchen“, sagt er. „Hasen sind aber viel größer und haben längere Ohren.“ Forscher Börner schränkt ein, dass Hasen sich in der Innenstadt wahrscheinlich nicht in Gebiete ohne größere Grünflächen vorwagen - alles andere aber ist für ihn keine Überraschung mehr.

Von dpa

Obwohl es derzeit verboten ist, biegt ein Autofahrer Dienstagabend an einer Baustelle links ab. Ein ihm entgegenkommender Motorradfahrer bremst stark ab, um einen Zusammenstoß zu verhindern. Der Biker und seine 14-jährige Mitfahrerin stürzen und kommen ins Krankenhaus. Die Polizei sucht nun nach Zeugen des Unfalls.

12.04.2017
Brandenburg Namensgebung in Brandenburg - Vornamen: Alle lieben Sophie und Paul

Eltern in Brandenburg nennen ihre Kinder weiterhin am liebsten Sophie und Paul. Diese beiden Namen führten im Jahr 2016 wie auch im Vorjahr die Hitliste an, teilte die Gesellschaft für Deutsche Sprache (GfdS) am Mittwoch mit. Auf dem zweiten Platz der Vornamens-Hitliste stehen dieselben Namen wie aus dem Vorjahr.

12.04.2017
Brandenburg Fast 140 Kilo Cannabis beschlagnahmt - Brandenburgs Polizei hebt Drogendepot aus

Die Brandenburger Polizei hat ein Drogendepot in Berlin-Neukölln ausgehoben. Spezialeinheiten durchsuchten außerdem Wohnungen in Königs Wusterhausen und Mecklenburg-Vorpommern. Insgesamt stießen die Beamten auf fast 140 Kilo Marihuana.

11.04.2017
Anzeige