Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Pädagogen-Verband: Mehr Fachkräfte an Schulen
Brandenburg Pädagogen-Verband: Mehr Fachkräfte an Schulen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:27 08.05.2018
Viele Lehrer unterrichten immer weniger. Quelle: dpa
Anzeige
Potsdam

Brandenburgs Pädagogen-Verband fordert an den Schulen Unterstützung für die Lehrer durch Sozialarbeiter, Techniker und Verwaltungsfachkräfte. „Die Förderschulen werden systematisch geschlossen und müssen in Regelschulen aufgefangen werden, es kommen mehr Kinder ohne deutsche Muttersprache und unvorbereitete Seiteneinsteiger müssen beraten werden“, berichtete Verbandspräsident Hartmut Stäker am Dienstag in Potsdam.

Lehrer brauchen Unterstützung

Daher müssten die Lehrer durch festangestellte Fachkräfte anderer Berufsfelder unterstützt werden, um sich den eigentlichen pädagogischen Aufgaben widmen zu können.

• Lesen Sie auch:
Mathe-Abi: Wirbel um schwänzende Lehrer
Brandenburg braucht 400 Grundschullehrer im Jahr

Nach Einschätzung von Vizepräsidentin Christina Adler sind die Lehrer inzwischen zu 50 Prozent mit nicht-pädagogischen Aufgaben beschäftigt – wie Kopierpapier oder Schulbücher bestellen, mit dem Jugendamt verhandeln oder Schreibarbeiten erledigen.

Zudem sollten sie „nebenbei“ noch die Seiteneinsteiger aus anderen Berufen unterstützen, die bislang weitgehend unvorbereitet als Lehrer eingesetzt würden. „Angesichts des Lehrermangels konnte bislang fast jedermann in die Schule kommen und sagen: „Ich unterrichte hier““, kritisierte Adler.

Bildungsministerium widerspricht

Das Bildungsministerium widersprach dieser Darstellung. Die Seiteneinsteiger würden bereits seit 2016 mit einer Grundkurs von 40 Stunden und 200 Stunden vertiefter Ausbildung weiterqualifiziert, sagte Ministeriumssprecher Ralph Kotsch.

Bis Ende Februar hätten bereits 350 Seiteneinsteiger diese Lehrgänge absolviert. An den Schulen sind allerdings inzwischen rund 1800 Seiteneinsteiger tätig.

Programm soll erweitert werden

Somit habe der Großteil dieser Kollegen noch keine Weiterbildung genossen und brauche intensive Unterstützung, um den Schulalltag zu meistern, betonte Adler. „Aktuell gibt es nur 75 Plätze für die Weiterbildung.“ Das Programm soll allerdings vom kommenden August an auf insgesamt 500 Stunden Fortbildung erweitert werden.

Ein gutes Beispiel für die Arbeit mit multiprofessionellen Teams seien die Schulkrankenschwestern, sagte Adler. Für die Sozialarbeit könnten die Kommunen auch mit freien Trägern zusammenarbeiten, meinte sie.

Einwände wegen zu hoher Kosten für den Einsatz von weiteren Fachkräften an den Schulen wollte die Vizepräsidentin nicht gelten lassen. „Solange sich das Land die Flughafen-Baustelle in Schönefeld leisten kann, ist es absurd, bei der Bildung zu sagen, dass wir uns das nicht leisten können“, meinte Adler.

Von MAZonline

Seit Tagen herrscht in Brandenburg herrliches Wetter. Das ist nun Schnee von gestern. Am Mittwoch gibt es im Süden Brandenburgs schon die ersten Schauer. An Himmelfahrt wird es dann richtig ungemütlich.

09.05.2018

Gespaltene Meinung: Einer Umfrage zufolge sind sich die Menschen uneins, wie sich die offenen Grenzen auf die Region auswirken. Vor allem die Anhänger einer Partei wünschen sich neue Schlagbäume.

08.05.2018

Der CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt erntet auch aus Brandenburg Kritik für seine umstrittene Asyl-Äußerung über eine „aggressive Anti-Abschiebe-Industrie“. Unterstützung kommt von der märkischen CDU.

11.05.2018
Anzeige