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DHL-Erpressung: Mehr als ein Täter?

Paketbomben in Potsdam und Frankfurt (Oder) DHL-Erpressung: Mehr als ein Täter?

Die zwei Paketbomben, die im November und Dezember nach Potsdam und Frankfurt (Oder) versendet wurden, sind möglicherweise nicht das Werk eines Einzeltäters. Wie die „Potsdamer Neuesten Nachrichten“ berichten, gehen die Ermittler inzwischen von mehreren Erpressern aus.

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Die Bombe kam per Post.

Quelle: dpa

Potsdam. Im Fall der Paketbomben, die Potsdam und Frankfurt (Oder) geschickt wurden, gibt es offenbar neue Erkenntnisse: Wie die „Potsdamer Neuesten Nachrichten“ berichten, haben die Ermittler Spuren mehrerer möglicher Täter gefunden. Bislang war stets nur von einem Erpresser die Rede, doch offenbar gehen Ermittler nun von mehreren Tätern aus.

Die Sonderkommission „Quer“ beim Landeskriminalamt (LKA) in Brandenburg mit rund 50 Beamten arbeite auch an Wochenenden und Feiertagen, sagte der Sprecher des Polizeipräsidiums, Torsten Herbst. Zum Stand der Ermittlungen äußert sich die Polizei bei solchen Erpressungs-Lagen jedoch grundsätzlich nicht. „Wir wollen Täter nicht informieren, sondern inhaftieren“, betonte Herbst.

An dieser Packstation in Potsdam-West wurde die Sendung am Tag vor dem Bombenalarm abgegeben

An dieser Packstation in Potsdam-West wurde die Sendung am Tag vor dem Bombenalarm abgegeben.

Quelle: dpa

Paketbomben in Potsdam und Frankfurt (Oder)

Der oder die Erpresser hatten Anfang November an einen Händler in Frankfurt (Oder) und am 1. Dezember an eine Potsdamer Apotheke Paketbomben verschickt. Die Empfänger alarmierten rechtzeitig die Polizei, die die Sendungen unschädlich machen konnte. In dem Paket entdeckten die Ermittler neben einem sogenannten Polenböller, Batterien und einer Metalldose voller Nägel einen mit einem QR-Code verschlüsselten Erpresserbrief. Der oder die Erpresser fordern von dem Paketdienstleister DHL mehrere Millionen Euro in der digitalen Währung Bitcoin.

Vier Wochen nach dem Fund der Paketbombe in Potsdam sind bei der Polizei rund 220 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. In den weitaus meisten Fällen wurden allerdings verdächtige Pakete gemeldet, die sich allesamt als harmlos erwiesen, wie die Ermittler berichteten. Weitere Paketbomben tauchten seitdem nicht mehr auf. Das Innenministerium geht weiterhin von einer „regionalen Betroffenheit“ - auch aufgrund des eigenwilligen Stils des Erpresserbriefs.

Der Paketdienstleister DHL will sich wegen der laufenden Ermittlungen zum Erpressungsversuch und zu möglichen Auswirkungen auf den Betrieb nicht äußern. Im Vergleich zum Vorjahr seien die Sendungsmengen im Weihnachtshochbetrieb noch gestiegen, berichtete eine Sprecherin. So habe das Unternehmen Mitte Dezember mit mehr als 10 Millionen Sendungen innerhalb von 24 Stunden einen neuen Rekord bei der Zahl der eingelieferten Pakete verzeichnet. Der Jahresdurchschnitt liege bei 4,3 Millionen Sendungen pro Tag.

» Alle Infos auf unserer Sonderseite zur DHL-Erpressung

Von MAZonline

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