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Panzerknacker-Opfer rufen um Hilfe

Bankvorstand schreibt Offenen Brief an Woidke Panzerknacker-Opfer rufen um Hilfe

Banker haben Angst: Mitten in der Nacht eine Explosion, Flammen schlagen aus dem Gebäude und Geldscheine liegen auf der Straße. Was sich anhört wie ein Krimi, ist brutaler Alltag. In letzter Zeit sind in Brandenburg 3 Banken gesprengt worden. Jetzt wendet sich erstmalig ein Bankvorstand mit einem dramatischen Appell an den Ministerpräsidenten.

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Zerstörte Bankfiliale in Altdöbern
 

Quelle: dpa

Potsdam/ Lübben.  Unter den Bank-Mitarbeitern in Brandenburg geht wegen der Serie von Automatensprengungen die Angst um. Jetzt hat sich der Vorstand der Spreewaldbank eG mit einem Offenen Brief, der der MAZ vorliegt, an Brandenburgs Ministerpräsidenten und den Innenminister gewandt. Doreen Hackenberg-Mathow und Sven Thamm, die beiden Vorstände, beklagen die mangelnde Sicherheit. Die Mitarbeiter, so heißt es in dem Brief, haben Angst – auch vor Überfällen.

Sie bitten darum, dass die Regierung „Banden- und organisierte Kriminalität mit der gleichen Hingabe, wie Brandenburgs Verkehrssünder“ bekämpft. Die Landesregierung müssen mehr für die Prävention tun. Ein Übergreifen der organisierten Kriminalität auf andere Bereiche des gesellschaftlichen Lebens in Brandenburg müsse verhindert werden. Sicherheit, so Hackenberg-Mathow und Thamm, würden sie vor Ort nicht mehr erleben.

Kommentar von MAZ-Chefredakteur Thoralf Cleven >

Lesen Sie weitere Hintergrundinfos und wie das Ministerium und die Polizeigewerkschaft darauf reagieren >

Sicherheit

Sollte Brandenburgs Regierung mehr für die innere Sicherheit tun?

Bereits drei gesprengte Bankautomaten in diesem Jahr

Am 26. Juni 2015 sprengten Unbekannte in Altdöbern (Oberspreewald-Lausitz) einen Geldautomaten der Spreewaldbank eG. Die Explosion setzte das Gebäude in Brand und zerstörte die komplette Bank.

Selbst die sofort vor Ort erschienene Feuerwehr konnte das Abbrennen und Einstürzen des Supermarkts, in dem sich der Bankschalter befand, nicht verhindern. Es entstand ein Schaden in Millionenhöhe.

Der Fall erinnert an einen ähnlichen von Anfang Juni in Vehlefanz (Oberhavel). Auch dort war durch die Wucht der Explosion das Bankgebäude schwer beschädigt worden.

Wenige Tage zuvor hatten Panzerknacker bereits in Petkus (Teltow-Fläming) einen Geldautomaten gesprengt.  Das Flachgebäude ging in Flammen auf.

Ob es einen Zusammenhang zwischen den Sprengungen in Nord- und Südbrandenburg gibt, ist noch ungeklärt.

Seit Monaten werden in der Region auch immer wieder Geld- und Fahrscheinautomaten gesprengt.

  Von MAZonline

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Kommentar zum Hilferuf von Bankern

Genug ist genug! Nach der Sprengung eines Geldautomaten im Spreewald platzt dem Vorstand der betroffenen Bank der Kragen. Er schreibt einen offenen Brief an Ministerpräsident und Innenminister in Potsdam. Tenor: Sorgt endlich für Sicherheit! Der Hilferuf sollte unbedingt ernst genommen werden, mahnt MAZ-Chefredakteur Thoralf Cleven. Denn es steht viel auf dem Spiel.

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