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Pensionierte Ärzte sollen Flüchtlinge versorgen

Volle Wartezimmer in Brandenburg Pensionierte Ärzte sollen Flüchtlinge versorgen

Es ist inzwischen ein alltägliches Bild in Brandenburgs Wartezimmern: Asylbewerber warten auf einen Arzttermin. Das überfordert die Mediziner im Land zunehmend. Deswegen sollen jetzt Kollegen aus dem Ruhestand für die Flüchtlingsversorgung reaktiviert werden. Der Vorstoß stammt aus der Ärzteschaft selber.

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Asylbewerber werden beim Arzt behandelt.

Quelle: dpa

Potsdam. Brandenburgs Ärzte sind mit der medizinischen Versorgung von Flüchtlingen zunehmend gefordert. Kollegen im Ruhestand sollen nun Abhilfe schaffen: Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB) haben sich 82 pensionierte Ärzte auf eine Anfrage gemeldet und wären bereit, an der medizinischen Versorgung von Asylsuchenden in Brandenburg mitzuwirken. Voraussetzung dafür sind jedoch die richtigen Rahmenbedingungen, heißt es.

Viele positive Rückmeldungen

„Die vielen positiven Rückmeldungen der Kolleginnen und Kollegen zeigen, wie groß die Bereitschaft innerhalb der Ärzteschaft ist, sich intensiv um die Gesundheit der Menschen zu kümmern“, erläutert KVBB-Cher Hans-Joachim Helming. Die Sicherstellung der medizinischen Versorgung für Asylbewerber in den ersten 15 Monaten sei Sache der Landkreise und kreisfreien Städte. „Gern bieten wir dem Land und den Verantwortlichen in Politik und Verwaltung unsere tatkräftige Unterstützung bei der Bewältigung der aktuellen Herausforderungen an“, betonte Helming.

Ärzte pochen auf Verhandlungen mit dem Land

Innenministerium und Gesundheitsministerium müssten mit der KVBB entsprechende Vereinbarungen abschließen: „Geregelt werden müssen der konkrete Behandlungsumfang, die organisatorisch logistischen Rahmenbedingungen sowie Abrechnung und Vergütung“, so Helming. Dann könnten die 82 Kollegen, die sich nun gemeldet haben, bedarfsgerecht in der Flüchtlingsversorgung arbeiten und die bestehenden Praxen der ambulanten tätigen Ärzte entlasten.

Von Torsten Gellner

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