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Perseiden-Fans müssen nach Brandenburg

Sternschnuppen-Regen über Deutschland Perseiden-Fans müssen nach Brandenburg

Seit einigen Nächten sind wieder Hunderte Sternschnuppen zu bewundern. Der Höhepunkt wird für die Nacht vom 11. auf den 12. August erwartet. Brandenburg genießt dabei ein besonderes Privileg, das sicher viele Menschen anziehen wird – wenn das Wetter mitspielt. Hier die wichtigsten Infos zu dem Perseiden-Spektakel.

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Sternschnuppe über Brandenburg.

Quelle: Patrick Pleul (Archiv 2013)

Potsdam. Seit den ersten Augusttagen sind immer häufiger Sternschnuppen zu beobachten. Die Perseiden scheinen aus dem Sternbild Perseus zu kommen und flitzen in alle Himmelsrichtungen. Als schönster und reichster Strom des Jahres bescheren uns die Perseiden bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde, in manchen Jahren sogar deutlich mehr. In diesem August ist ebenfalls mit einer höheren Fallrate zu rechnen. Schätzungsweise bis zu 160 Meteore pro Stunde werden zum Maximum diesmal aufleuchten, vermuten die Experten.

Woher kommt der Name „Perseiden“?

Astronomisch ist die Sache schnell erklärt: Jedes Jahr im August durchquert die Erde bei ihrer Bahn um die Sonne die Staubspur des Kometen Swift–Tuttle. Dabei sammelt sie den Staub auf, den der Komet einst verloren hat. Beim Eindringen der Staubteilchen in die Erdatmosphäre erhitzt die entstehende Reibung die Luft so sehr, dass sie ionisiert wird und zu leuchten beginnt. Mit 60 Kilometer pro Sekunde, das sind 216 000 Kilometer pro Stunde, sind die Perseiden mit die schnellsten Sternschnuppen. Scheinbar kommen alle diese Sternschnuppen aus dem Sternbild Perseus im Osten, woher auch der Name dieses Sternschnuppenstroms, Perseiden , stammt.

Der Komet Swift-Tuttle ist benannt nach den Amerikanern Lewis A. Swift (1820 – 1913) und Horace Parnell Tuttle (1837 – 1923), die den Kometen am 16.7. bzw. 19.7.1862 entdeckten. Swift-Tuttle umläuft die Sonne auf einer stark elliptischen Bahn einmal in ca. 133 Jahren. Das letzte Mal kam er der Erde im Jahr 1992 sehr nahe und wurde nach Voraussage im September durch den Japaner Kiuchi wiederentdeckt.

Interessant ist die mythologische Deutung dieser Sternschnuppenhäufung. Am bekanntesten ist die Sage der Laurentiustränen . Sie beruht auf der im Jahre 258 vom römischen Kaiser Valerian veranlassten grausamen Hinrichtung des Heiligen Laurentius. Noch vor Beginn des Mittelalters entstand ihm zu Ehren ein Fest, welches an seinem Namens- und Todestag, dem 10. August, gefeiert wurde. Da man genau in dieser Zeit stets viele Sternschnuppen beobachtete, entstand der Volksglaube, dass diese Sternschnuppen, die Tränen des Märtyrers seien.

Wann ist 2016 der Höhepunkt der Perseiden-Zeit?

Die meisten Sternschnuppen, so die Experten, sind in der Nacht vom 11. auf 12. zu erwarten, wobei auch sehr helle Objekte, Feuerkugeln oder Boliden genannt, erscheinen und manchen Zeitgenossen erschrecken könnten.

Welche Uhrzeit eignet sich am besten für Beobachtungen?

Die beste Beobachtungszeit sind die Stunden von 23 bis 4 Uhr morgens. Vor allem aber nach Mitternacht werden die Sternschnuppen gut zu beobachten sein. Der Mond geht am Donnerstag bereits gegen 15 Uhr auf, erreicht seinen Höhepunkt gegen 20 Uhr und verabschiedet sich gegen 0:30 Uhr aus unserem Blickfeld in Brandenburg.

In welche Himmelsrichtung muss man gucken?

Man macht nichts falsch, wenn man in den kommenden Nächten einfach nach oben guckt. Das Spektakel wird am ganzen Himmel zu sehen sein. Die meisten Sternschnuppen werden aber in Richtung Nordosten und Osten zu entdecken sein.

Wo kann man am besten Sternschnuppen beobachten?

Der beste Ort um die Sternschnuppen zu beobachten, ist ein dunkler Ort. Fern an von der „Lichtverschmutzung“ durch die Städte. Brandenburg hat da einen ganz besonderen Platz: Der kleine Ort Gülpe im Havelland 70 Kilometer westlich von Berlin ist einer der dunkelsten Orte Deutschlands. Der Naturpark Westhavelland wurde im Februar 2014 von der International Dark Sky Association (IDA) zum ersten deutschen Sternenpark ernannt.

Mit bloßem Auge kann man von Gülpe aus die Milchstraße ohne Streulicht erkennen. Bessere Bedingungen als dort gibt es nach Auskunft des Astronomen Andreas Hänel vom Planetarium Osnabrück nur noch im afrikanischen Namibia oder in der Höhe Chiles.

Wie wird das Wetter in den kommenden Tagen?

Es sind, Stand 8. August 2016, nicht die besten Aussichten für Sternegucker. Es soll immer kühler werden. Zudem liegt die Regenwahrscheinlichkeit an den nächsten Tagen zwischen 60 und 70 Prozent.

Von MAZonline

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