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Brandenburg Peter Kulka plant wieder für Potsdam
Brandenburg Peter Kulka plant wieder für Potsdam
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10:27 25.12.2017
Die Historische Mühle am Park Sanssouci, nahe dem Besucherzentrum. Quelle: Christel Köster
Potsdam

In den kommenden Jahren soll das Besucherzentrum an der Historischen Mühle in Potsdam attraktiver für Besucher werden. Nach Angaben der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG) sind mehr Flächen für Gastronomie und den Verkauf von Souvenirs geplant. Architekt des Neubaus ist Peter Kulka, der in Potsdam bereits das Stadtschloss am Alten Markt, dem Sitz des Landtages, wieder erstehen ließ.

Der neue Potsdamer Landtag. Quelle: dpa

Dies und weitere Projekte sind möglich dank des Sonderinvestitionsprogramms II, für das der Stiftung von 2018 bis 2030 400 Millionen Euro zur Verfügung stehen - bereitgestellt vom Bund und den beiden Ländern Berlin und Brandenburg.

Dorgerloh will „Sanierungsstau signifikant abbauen“

SPSG-Generaldirektor Hartmut Dorgerloh hofft, damit „den Sanierungsstau signifikant abbauen zu können“. Nach Angaben von Dorgerloh müssen bis 2030 die „Sorgenkinder“ behandelt und „erstversorgt“ sein. Dächer sollten dann dicht sein und Technik in den Häusern erneuert. Dann könnten Stück für Stück die Innenräume saniert werden. „Wenn die Pflicht erledigt ist, kommt die Kür“, sagte er.

Die Pfaueninsel steht unter Naturschutz. Quelle: Peter Kneffel

4,2 Millionen für das Schloss auf der Pfaueninsel

Die zur Verfügung stehende Summe aus dem Sonderinvestitionsprogramm sei schon gut verplant, sagte der Generaldirektor. „Wir beginnen mit dem Schloss auf der Pfaueninsel, einem ziemlich maroden Bau, an dem seit dem Zweiten Weltkrieg nichts mehr gemacht wurde.“ Dafür stünden 4,2 Millionen Euro bereit. Weiter gingen auch die Arbeiten am Orangerieschloss, an den Römischen Bädern und der Meierei.

Die Römischen Bäder im Park Sanssouci sind stark sanierungsbedürftig. Quelle: Bernd Gartenschläger

Wie lassen sich die Schlösser dauerhaft erhalten?

„Doch die schwierigste Aufgabe steht uns dann bevor: Wie wird auf Dauer der Erhalt der Schlösser und Gärten gesichert?“ Eher gebe es Geld für Sanierungen, wo sichtbar etwas passiere, als den laufenden Unterhalt zu finanzieren. „Es wird für die Stiftung deshalb immer wichtiger, eigene Einnahmen zu erzielen, nicht zuletzt auch durch die Vermietung von Gebäuden“, sagte Dorgerloh. Das sei auch eine Form von Denkmalpflege.

Dorgerloh gegen höhere Eintrittspreise

Eine Absage erteilte Dorgerloh Ideen, über höhere Preise für Eintrittskarten mehr Geld in die Kasse der Stiftung zu bringen. „Wir wollen keine exklusiven Orte, deren Besuch man sich nicht leisten kann.“ Bislang liegen die Preise beispielsweise für die Schlösser Sanssouci, Rheinsberg oder Oranienburg im internationalen Mittelfeld.

Von Gudrun Janicke, MAZonline

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