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Brandenburg “Piep-Show“ startet: Zählen Sie heimische Gartenvögel!
Brandenburg “Piep-Show“ startet: Zählen Sie heimische Gartenvögel!
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08:34 12.05.2017
Der Feldsperling steht auch auf der Liste. Quelle: dpa
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Potsdam

Wenn das Wetter weiterhin so durchwachsen bleibt, könnte die Ausbeute bei der bundesweiten Nabu-Aktion „Stunde der Gartenvögel“ magerer ausfallen als vergangenes Jahr. Vom Freitag, 12. Mai, bis einschließlich Sonntag, 14. Mai, sind die Brandenburger wieder dazu aufgerufen, eine Stunde lang die Vögel zu zählen und sie Arten zuzuordnen, wenn sie sie in Gärten und Parks zu sehen bekommen. Anschließend sollen sie das Ergebnis dem Nabu melden. Möglich, dass es dieses Jahr nicht ganz so viele Vögel werden.

Nie mehr verwechseln: Amsel und Star:

(Zum Vergrößern auf die Grafik klicken)

„Es fehlt einfach an Nahrung, weil es zu kalt ist“, sagt der Ornithologe des Nabu-Brandenburgs, Manfred Pohl. Zugvögel wie der Mauersegler, die mühelos mehrere hundert Kilometer bewältigen können, würden dem Nahrungsangebot einfach hinterherfliegen. Deshalb würde man sie an diesen feuchtkalten Tagen weniger oder gar nicht zu Gesicht bekommen. Aber auch unabhängig vom nasskalten Frühjahr hat die Vogelwelt Europas grundsätzlich zu kämpfen. „Laut einer aktuellen Studie sind seit 1980 in ganz Europa etwa 300 Millionen Vögel verschwunden“, sagt Pohl. Zwei wichtige Faktoren sind eine immer intensivere Landwirtschaft und die Abnahme von Insekten, was zum Teil zusammenhängt. Pohl hält solche Angaben über den enormen Vogelschwund für realistisch. Ein Beispiel aus seiner eigenen Erfahrung: Bei einer Vogelstimmenwanderung durch den Park Babelsberg konnte er neulich selbst nur einen Gelbspötter und zwei Gartengrasmücken feststellen.

Nie mehr verwechseln: Girlitz und Goldammer:

(Zum Vergrößern auf die Grafik klicken)

Da die Auswirkungen des Klimawandels, der Landwirtschaft, der Verstädterung oder von Krankheiten auf den Bestand der Vögel nie so genau absehbar sind, ist dem Nabu die Aktion so wichtig. Die ehrenamtlich erhobenen Daten liefern wichtige Informationen darüber, wie es den verschiedenen Vogelarten tatsächlich geht. Die „Stunde der Gartenvögel“ gehört zu den größten Bürgerforschungsprojekten im deutschsprachigen Raum. „Je mehr Leute sich beteiligen und je öfter sie das tun, desto aussagekräftiger werden die Ergebnisse“, sagt die Sprecherin des Nabu-Brandenburgs, Heidrun Schöning. Die Brandenburger sind recht verlässliche Vogelzähler. An der Nabu-Aktion beteiligen sich regelmäßig gut 2000 Brandenburger. Im vergangenen Frühjahr nahmen 2116 märkische Vogelfreunde teil. Gesehen hatten sie am meisten Haussperlinge, Stare, Feldsperlinge, Amseln, Kohlmeisen und Blaumeisen.

Und so wird gezählt

Beobachten Sie die gefiederten Freunde ganz bequem im Garten oder vom Balkon aus.

Die Aufgabe: Im Laufe einer Stunde die höchste Zahl gleichzeitig beobachtete Vögel einer Art notieren. Das heißt: Nicht jedes Mal die Amsel, die immer wiederkommt, aufschreiben, sondern fünf zugleich anwesende Amseln oder drei Stare notieren.

Sie können das Online-Meldeformular nutzen (siehe unten). Meldungen sind am 13. und 14. Mai von 10 bis 18 Uhr auch telefonisch möglich unter der kostenlosen Rufnummer 0800-1157-115.

Zu gewinnen gibt es unter anderem einen Urlaub im Haus Eden auf Norderney zu den Zugvogeltagen, ein Hansebirdwochenende in Hamburg, ein Fernglas Leica Trinovid und weitere wertvolle Preise.

Alle Infos und ein Online-Meldeformular finden Sie unter:

Von Rüdiger Braun

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