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Pinkeln auf Kinder: Haftbefehl für S-Bahn-Ekel

Neonazi ist untergetaucht! Pinkeln auf Kinder: Haftbefehl für S-Bahn-Ekel

Sie seien die „Herrenrasse“ haben zwei Männer aus Neukölln gerufen und den Hitlergruß gezeigt, als sie auf eine ausländische Mutter und ihre zwei kleinen Kinder in der S-Bahn trafen. Dann wurde es besonders demütigend: Einer der Männer urinierte auf die unschuldigen Kinder. Nun sind doch Haftbefehle erlassen worden. Doch ein S-Bahn-Ekel ist untergetaucht.

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Quelle: DPA

Berlin. Gegen zwei Neonazis, die im August eine Familie aus Osteuropa in der Berliner S-Bahn angegriffen hatten, sind Haftbefehle erlassen worden. Der 37-Jährige Robert S. sei bei einer Bärgida-Demonstration am Montag festgenommen worden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Donnerstag. Der 32-Jährige Komplize Christoph S. befindet sich auf der Flucht.

Die Männer hatten die Mutter und ihre Kinder im Alter von etwa 5 und 15 Jahren fremdenfeindlich beleidigt. Dann kam es noch schlimmer: Der jüngere Angreifer urinierte auf die Kinder. Gegen die Männer werde wegen Volksverhetzung und des Verwendens verfassungswidriger Kennzeichen ermittelt.

Nach Haftbefehl dann Haftverschonung

Doch schon nach dem Haftbefehl die Ernüchterung: Ein Richter verschonte den 37-Jährigen Robert S. von der Untersuchungshaft und setzte den Haftbefehl gegen Auflagen aus, weil der Beschuldigte einen festen Wohnsitz in Berlin habe. Die sei nicht im Sinne der Staatsanwaltschaft gewesen, sagte Steltner. Nach dem zweiten Täter, der auch in Berlin leben soll, werde weiter gesucht. Er ist untergetaucht.

„Fratze des Rassismus“

Zunächst hatte es wenig Aussicht auf einen Haftbefehl gegeben, hieß es kurz nach der Tat aus Ermittlerkreisen. Politiker hatten Unverständnis darüber geäußert. „Diese Männer nachts frei auf die Straße zu lassen, ist mit dem Schutzauftrag des Staates nicht zu vereinen“, sagte der innenpolitische Sprecher der oppositionellen Grünen-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Benedikt Lux. Er hatte nach der Tat deutlich gemacht, dass die betrunkenen Männer zumindest bis zur Ausnüchterung hätten verwahrt werden müssen.

Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) sprach bei der Tat von einem Ausdruck der „unerträglichen Fratze des Rassismus.“

Von MAZonline und dpa

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