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Pkw-Rückruf: Was sie jetzt wissen müssen

Schock für Autofahrer Pkw-Rückruf: Was sie jetzt wissen müssen

Bislang waren sich die deutschen Hersteller einig. VW sei ein Einzelfall, die Branche dürfe nicht unter Generalverdacht geraten. Doch nun wird klar: Probleme mit Abgassystemen gehen weit darüber hinaus. 630000 Autos werden nun zurück gerufen. Ein Schock für die Autofahrer. Wir haben die betroffenen Wagen und die wichtigsten Fragen.

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Quelle: dpa

Berlin/Flensburg.  Mitten im VW-Abgasskandal – die Wolfsburger bitten 293 000 Dieselwagen der Marken Audi, Porsche und Nutzfahrzeuge in die Werkstatt – stehen weitere Rückrufe mehrerer Hersteller im Zusammenhang mit Abgaswerten an. Das Bundesverkehrsministerium bezweifelt bei 22 von 53 untersuchten Diesel-Modellen, dass die Abgasreinigung richtig läuft. Zu den Herstellern gehören alle deutschen Autobauer bis auf BMW.

Das sind die betroffenen Autos

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Quelle: MAZonline

 Muss ich den Händler kontaktieren?

„Kein Halter muss von sich aus aktiv werden“, erklärt Stephan Immen vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Denn Rückrufe, die über das KBA gehen, laufen immer in der gleichen Weise ab. „Die Hersteller liefern die Fahrzeugidentifizierungsnummern. Daraufhin werden die Halteranschriften über das zentrale Fahrzeugregister ermittelt. Mit diesen Adressen setzt der Hersteller die betroffenen Kunden in Kenntnis, die dann einen Werkstatttermin vereinbaren.“

 Muss ich unbedingt in die Werkstatt?

Die Ausbesserungen sollen die Autos je nach Art des Rückrufs in einen ordnungsgemäßen, verkehrssicheren Zustand versetzen. Im Fall des aktuellen VW-Rückrufs ist er laut KBA verbindlich. Wer sich weigert, sein Auto in die Werkstatt zu bringen, kann im Zweifel das Erlöschen der Betriebserlaubnis riskieren.

 Welche Rechte hat der Verbraucher?

 „Bin ich angeschrieben, sollte ich dem Rückruf folgen, um dem Hersteller die Möglichkeit zur Nachbesserung zu geben“, rät Jens Dötsch, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV).

 Was mache ich, wenn das Auto danach mehr verbraucht?

 Wer danach neue Mängel wie weniger Leistung oder einen erhöhten Verbrauch feststellt, sollte sich das durch einen Sachverständigen bestätigen lassen. „Ich habe nur dann einen Anspruch auf Rückabwicklung des Kaufvertrages, wenn ein sogenannter wesentlicher Mangel vorliegt“, sagt Dötsch. Der liege etwa beim Spritverbrauch bei einer nachträglichen Erhöhung ab zehn Prozent.

Habe ich Anspruch auf einen Mietwagen während der Arbeiten in der Werkstatt?

Ob ein Anspruch auf einen Mietwagen oder Nutzungsausfall im Zuge des Werkstattaufenthalts besteht, muss im Einzelfall entschieden werden. Diese Themen sollte man vorher aktiv beim Händler oder Hersteller ansprechen und sich auf jeden Fall vorbehalten, diese Kosten später geltend zu machen, so Dötsch.

 Wann verjährt der Anspruch?

Zwar haben einige Hersteller angekündigt, die übliche Verjährungsfrist von drei Jahren zu verlängern. Doch Besitzer, bei denen die Frist zu Ende geht, sollten mithilfe eines Anwalts die Händler um die sogenannte Einredung der Verjährung bitten.

Von Peter Loeschinger

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