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Plattner will private Fakultät an Uni Potsdam

Mäzen mit ehrgeizigen Plänen Plattner will private Fakultät an Uni Potsdam

Wissenschaftsmäzen Hasso Plattner will das von ihm finanzierte und international renommierte Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam erweitern und zu einer eigenen Fakultät der Universität machen. Damit würde er in der deutschen Hochschullandschaft Neuland betreten: Es wäre die erste privat finanzierte Fakultät an einer staatlichen Hochschule überhaupt.

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Der SAP-Mitbegründer und Kunst-Sammler Hasso Plattner.

Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam. Wissenschaftsmäzen Hasso Plattner will das von ihm finanzierte und international renommierte Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam erweitern und zu einer eigenen Fakultät der Universität machen. Damit würde er in der deutschen Hochschullandschaft Neuland betreten: Es wäre die erste privat finanzierte Fakultät an einer staatlichen Hochschule überhaupt.

Gespräche mit der Berliner Charité

Aus dem selbstständigen Institut würde die Hochschulfakultät für „Digital Engineering“ – also digitale Systeme und deren Anwendungen – werden. Dafür würde das Institut die Bandbreite seiner Fächer und die Zahl seiner Studiengänge erhöhen. Plattner denkt auch an die Einrichtung eines Masterstudiengangs für digitale Gesundheitsvorsorge. Dazu laufen laut Plattner bereits Gespräche mit der Berliner Charité. „Tatsächlich möchte ich das HPI noch breiter aufgestellt und ausgebaut sehen und bin bereit, das HPI deutlich über den jetzigen Rahmen hinaus zu fördern“, sagte der Mitbegründer des SAP-Softwarekonzerns.

Ihm schwebe ein „universitäres Exzellenzcenter“ vor – als Fakultät der Uni Potsdam. „Die denkbare Alternative einer Privatuniversität steht für mich nicht zur Diskussion“, sagte er. Um eine dauerhafte Finanzierung eines erweiterten Instituts zu sichern, müsse die Stiftungskonstruktion geändert werden, so Plattner.

Zahl der Professuren verdoppeln

Dazu müssen laut Pressestelle des Instituts noch stiftungstechnische Fragen geklärt werden.

Eine eigene Fakultät würde die Ausgaben erheblich steigern. Die Zahl der bisher elf am Institut forschenden Professoren „wird sich wohl verdoppeln“, erläuterte Instituts-Direktor Christoph Meinel der MAZ. Die erste privat finanzierte Fakultät an einer Universität wäre „ein Schritt mehr in Deutschland, zur Erweiterung des bestehenden Wissenschaftssystems“, so Meinel.

Oliver Günther, Präsident der Potsdamer Universität, sieht eine neue Fakultät „als interessante Alternative zu dem derzeitigen Konstrukt des An-Instituts“. Eine eigene Fakultät sei eine „Win-Win-Konstellation“. Eine Arbeitsgruppe wolle bis zum Sommer Details einer möglichen Strukturanpassung ausarbeiten und dem Senat vorstellen.

Das Wissenschaftsministerium freut sich über diese Pläne. „Wir würden das als eine Stärkung des Standortes Potsdam sehen“, teilte Sprecher Stephan Breiding mit.

Von Rüdiger Braun

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