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Pokalfinale: Polizisten haben Vorschriften missachtet

Verletzte und Tränengas-Einsatz Pokalfinale: Polizisten haben Vorschriften missachtet

Nach dem Landespokalfinale Ende Mai kam es zu hässlichen Szenen im Luckenwalder Fußballstadion – Fans des SV Babelsberg und Polizisten gerieten aneinander. Tränengas wurde eingesetzt, es gab viele Verletzte. Das Vorgehen der Polizei sorgte für viele Diskussionen. Nun gesteht der Innenminister Fehler der Beamten ein.

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Der umstrittene Polizeieinsatz bei dem Fußballspiel sorgte nicht nur unter Fans für Diskussionen.

Quelle: Jan Kuppert

Potsdam. Nachdem die Polizei sich nach dem Einsatz beim Landespokalfinale zwischen dem FSV 63 Luckenwalde und dem SV Babelsberg 03 heftiger Kritik an der Art und Weise des Einsatzes gefallen lassen musste, hat sich nun Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) im Innenausschuss zu den Vorfällen geäußert.

Ermittlungen gegen fünf Beamte und 22 Fußballfans

Gegen fünf Polizeibeamte und 22 Fußballfans wird laut Innenminister immer noch im Fall der Gewalteskalation nach dem Fußball-Landespokalsieg des SV Babelsberg 03 in Luckenwalde (Teltow-Fläming) Ende Mai ermittelt. Nach dem Abpfiff hatten Babelsberg-Fans den Platz stürmen wollen. Die Polizei setzte Tränengas ein. Zwei Beamte hätten gegen ihre Kennzeichnungspflicht verstoßen, sagte der Innenminister. Diese Nachlässigkeit gegenüber den Dienstvorschriften sei „sehr kritisch ausgewertet“ worden, sagte Schröter. Strittig ist auch die Zahl der Verletzten.

Die Fotos in der Bildergalerie unseres Fotografen Jan Kuppert zeigen, wie Fans und Polizei aneinandergerieten.

36 Verletzte – oder 160?

Babelsberger Fan-Aktivisten hatten von bis zu 160 Menschen gesprochen, in einem Facebook-Eintrag war von „mehreren Hundert“ betroffenen und traumatisierten Fans die Rede gewesen. Dagegen nannte der Innenminister die Zahl von 36 Verletzten. Diese Angaben habe der Rettungsdienst gemacht. Kinder seien – anders als von Fans behauptet – nicht betroffen gewesen. Mittlerweile hat sich das Verhältnis zwischen Polizei und Babelsberg-Anhänger offenbar wieder verbessert – das bestätigte der Linken-Abgeordnete Hans-Jürgen Scharfenberg.

Von Ulrich Wangemann

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