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Brandenburg Polizei Berlin: Es war ein Brandanschlag
Brandenburg Polizei Berlin: Es war ein Brandanschlag
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12:51 19.06.2017
Quelle: dpa
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Berlin

Der Kabelbrand am Berliner S-Bahnhof Treptower Park war nach Erkenntnissen der Ermittler ein Brandanschlag. Die Tat gehört vermutlich zu einer Serie von Anschlägen in der Nacht zu Montag in ganz Deutschland. „Es sieht derzeit danach aus, dass der Brand vorsätzlich gelegt wurde“, sagte ein Polizeisprecher am Montagmorgen.

Möglicherweise gehören die Täter zum linksextremistischen Spektrum. Der für politisch motivierte Taten zuständige Staatsschutz der Kriminalpolizei ermittelt. Im Vorfeld des G20-Gipfels Anfang Juli in Hamburg hatten Linksextremisten immer wieder Aktionen und Anschläge angekündigt.

Polizei prüft Bekennerschreiben

Die Berliner Polizei geht nun einem möglichen Bekennerschreiben nach, das auf der Internetplattform „linksunten.indymedia.org“ aufgetaucht ist. Das Schreiben sei bei der Berliner Polizei bekannt und werde jetzt geprüft, sagte ein Sprecher am Montag. Aus Sicherheitskreisen hieß es, das mutmaßliche Bekennerschreiben passe ins „Raster“. Allerdings sei es noch zu früh zu sagen, ob dies tatsächlich authentisch sei. Indymedia versteht sich als offene Plattform zur freien Verbreitung von Informationen. In der Vergangenheit waren dort im Zusammenhang mit Bekennerschreiben zu Straftaten auch Fälschungen aufgetaucht.

S-Bahn-Verkehr stundenlang beeinträchtigt

Durch den Anschlag am S-Bahnhof Treptower Park kam es im Berufsverkehr am Montagmorgen zu erheblichen Einschränkungen. Betroffen waren die Linien S41, S42, S8, S85 und S9, wie die S-Bahn auf ihrer Internetseite mitteilte.

Kurz vor 8 Uhr lief der Verkehr langsam wieder an. Die S-Bahn meldete einen 10-Minuten-Takt auf den Ringbahnlinien S41 und S42. Am Nachmittag war der Verkehr aber noch immer beeinträchtigt.

Der S-Bahnhof Treptower Park war am Morgen gesperrt. Quelle: dpa

Aufsicht entdeckt Rauch aus dem Kabelschacht

„Eine Aufsicht hatte am frühen Morgen starken Rauch neben den Gleisen bemerkt und die Rettungskräfte alarmiert“, sagte ein Polizeisprecher. Der Rauch kam aus einem Kabelschacht, der zwischen den Bahnhöfen Treptower Park und Sonnenallee liegt. Die Feuerwehr rückte an und löschte den Brand.

Mindestens 13 Anschläge im gesamten Bundesgebiet

Ein Berliner Polizeisprecher erklärte, in der Nacht zum Montag habe es nach einem ersten Überblick 13 mutmaßliche Anschläge in mehreren Bundesländern gegeben. Betroffen waren neben Berlin unter anderem Hamburg, Köln, Dortmund, Leipzig und mindestens ein Ort in Niedersachsen. Teils gab es erhebliche Probleme für Reisende.

Kabelbrände auch in Sachsen

Auch in Sachsen sorgten mehrere Kabelbrände am Montagmorgen für Probleme auf der Schiene. Betroffen ist nach Bahnangaben der Großraum Leipzig―Dresden―Chemnitz und Halle (Saale). In Dresden ist der Zugverkehr komplett eingestellt worden.

Brandanschlag: Massive Behinderungen im Bahnverkehr

Staatsschutz ermittelt nach Bränden in Hamburg

Nach zwei Bränden an Zuggleisen in Hamburg prüft der Staatsschutz, ob es sich um einen politisch motivierten Anschlag handelt. In der Nacht zum Montag hätten im Stadtteil Eidelstedt und im Bereich Höltigbaum Kabel neben den Gleisen gebrannt, erklärte ein Polizeisprecher am Montagmorgen. Weitere Einzelheiten waren zunächst unklar.

Eine Sprecherin der Deutschen Bahn sagte, der Zugverkehr auf der Strecke Hamburg-Lübeck sei zwischen Rahlstedt und Ahrensburg unterbrochen. Sie sprach von Vandalismus. Am 7. und 8. Juli treffen sich beim G20 Staats- und Regierungschefs aus den führenden Industrie- und Schwellenländern sowie Vertreter der EU in Hamburg.

Von Daniel Möglich, dpa

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