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Brandenburg Polizei: Helfer erfindet Tod eines Flüchtlings
Brandenburg Polizei: Helfer erfindet Tod eines Flüchtlings
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20:36 27.01.2016
Quelle: dpa
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Berlin

Ein Flüchtlingshelfer hat den Fall eines toten Asylbewerbers in Berlin offensichtlich erfunden. «Wir haben keinen toten Flüchtling», sagte eine Sprecherin der Polizei am Mittwochabend nach einer Befragung des Mannes, der den angeblichen Todesfall im Internet publik gemacht hatte. «Es gibt derzeit keine Anhaltspunkte, dass an dem Sachverhalt, den er veröffentlicht hat, etwas dran ist», sagte die Sprecherin.

Zuvor hatte das Bündnis „Moabit hilft“ mitgeteilt, dass ein 24-Jähriger in der Nacht zum Mittwoch gestorben sein soll - zuvor habe er tagelang vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) gewartet. Der Fall blieb am Mittwoch rätselhaft, weil es dazu von der Senatsverwaltung keine Bestätigung gab.

«Wir haben alle Aufnahme-Krankenhäuser abgefragt», hatte eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales am Nachmittag gesagt. «Dort gibt es keine Informationen darüber.» Auch ein Sprecher der Feuerwehr sagte, sämtliche Einsätze des Rettungsdienstes in dem entsprechenden Zeitraum seien geprüft worden - ohne Ergebnis.

Der Helfer hatte behauptet, einen stark fiebernden Mann nach Angaben des Bündnisses zu sich nach Hause geholt zu haben. Wegen seines schlechten Zustandes sei er von einem Krankenwagen abgeholt worden. Er starb den Angaben zufolge aber auf dem Weg in die Klinik. Der Helfer hatte dazu zunächst Details auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht, diese später aber wieder gelöscht.

«Moabit hilft» hatte dem Helfer geglaubt.Eine Sprecherin des Bündnisses hatte am Nachmittag betont, man habe derzeit keinen Anlass, die Angaben anzuzweifeln. Wenn sich der Fall aber bewahrheite, müsse «die direkte Konsequenz» der Rücktritt von Sozialsenator Mario Czaja (CDU) sein.

Diesen Post veröffentlichte eine Flüchtlingshelferin auf Facebook und berichtete darin unter Bezug auf Dirk V. von dem toten Flüchtling. Quelle: Screenshot

Das Lageso stand immer wieder negativ in den Schlagzeilen

Viele Politiker hatten die Situation am Lageso, wo sich die Flüchtlinge registrieren lassen müssen, immer wieder kritisiert. Im Dezember trat schließlich Franz Alert, damaliger Chef des Lageso zurück.

Das Lageso war immer wieder in den Schlagzeilen. Flüchtlinge mussten und müssen dort in der Nacht anstehen und auf Termine warten. Außerdem sorgte der Sicherheitsdienst für einen Skandal, ein Mitarbeiter hetzte in einem Video gegen Flüchtlinge. Dazu kam es zu tätlichen Übergriffen von Securitys.

Auch in einem Entführungsfall, der tödlich endete, spielte das Lageso eine unrühmliche Hauptrolle. Der Brandenburger Silvio S. entführte vom Gelände des Landesamts den Flüchtlingsjungen Mohamed. S. missbrauchte den Vierjährigen und tötete den Jungen schließlich.

Von MAZonline

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