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Brandenburg “Polizei light“ soll Einbrüche verhindern
Brandenburg “Polizei light“ soll Einbrüche verhindern
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13:11 16.06.2016
Die Zahl der Wohnungseinbrüche nimmt dramatisch zu. Quelle: dpa
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Berlin, Hannover

Der Vorschlag von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), mit Wachpolizisten Wohnungseinbrüche zu verhindern, stößt bei der Gewerkschaft der Polizei (GdP) nicht auf Gegenliebe. Dafür brauche man richtige Polizisten, sagte die Berliner GdP- Landesvorsitzende Kerstin Philipp dem Radiosender 104.6 RTL am Donnerstag. Die Ausbildung zum Schutz- und Kriminalpolizisten dauere zu Recht drei Jahre. Auch die Frage der Befugnisse und der rechtlichen und persönlichen Absicherung sei ungeklärt, so Philipp.

„Befremdlicher Vorschlag“

Auch SPD-Generalsekretärin Katarina Barley hat den Vorstoß von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), verstärkt Wachpolizisten mit Kurzzeitausbildung einzusetzen, zurückgewiesen: „Das ist ein befremdlicher Vorschlag“, sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Damit würde eine Art Polizei light geschaffen. Ich finde es abenteuerlich, bewaffnete Leute, die nur eine Kurzausbildung absolviert haben, in Wohngebiete zu schicken“, erklärte Barley.

„Wir brauchen richtige Polizisten“

Sie betonte, dass sich die SPD für die Aufstockung der Bundespolizei eingesetzt habe. „Sicherheit ist wichtig, deshalb hat die SPD dem Bundesinnenminister 3000 zusätzliche Bundespolizisten in den Haushalt reinverhandelt – jetzt will er Sicherheitsprobleme mit einer Hilfspolizei lösen.“ Das sei keine gute Idee. „Was wir brauchen sind richtige und gut ausgebildete Polizisten“, sagte Barley.

Nur wenige Monate Ausbildung für Wachpolizisten

Thomas de Maizière hatte der „Rheinischen Post“ gesagt, angesichts der steigenden Zahl von Wohnungseinbrüchen sollten mehr Hilfspolizisten eingesetzt werden - „als Wache in besonders belasteten Vierteln“. Die Einsatzkräfte, auch Wachpolizisten genannt, dürfen bereits nach einer wenige Monate dauernden Ausbildung ihren Dienst antreten, haben jedoch weniger Befugnisse als Polizeibeamte.

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Von RND und dpa

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