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Brandenburg Polizei testet automatische Gesichtserkennung
Brandenburg Polizei testet automatische Gesichtserkennung
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08:35 19.06.2017
Quelle: Bundespolizei Berlin
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Berlin

Für den geplanten Probelauf zur Gesichtserkennung per Video- und Computertechnik am Berliner Bahnhof Südkreuz sucht die Bundespolizei Testpersonen. Ab diesem Montag will die Bundespolizei an dem Bahnhof für eine Beteiligung werben, wie am Sonntag mitgeteilt wurde. Gesucht werden bis zu 275 Menschen, die den Bahnhof häufig nutzen. Es wird sogar mit Preisen gelockt.

Test startet am 1. August

Das Testprojekt der Bundespolizei zur Gesichtserkennungssoftware soll am 1. August beginnen und sechs Monate dauern. Von den Testpersonen werden Fotos gemacht. Ein bestimmter Bereich im Bahnhof wird von den Kameras mit der neuen Technik gefilmt. Die Polizei will dann feststellen, wie zuverlässig die Kameras und die Computer die Testpersonen anhand der gespeicherten Fotos erkennen.

Beteiligt an dem Probelauf sind auch das Bundesinnenministerium, die Deutsche Bahn und das Bundeskriminalamt. Den Polizeibehörden geht es darum, die technischen Möglichkeiten unter realen Bedingungen auszuloten. Innenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte erklärt, die neue Technik könne künftig noch bessere Ergebnisse bringen, etwa bei der Aufklärung von Straftaten.

Datenschutzbeauftragte: Test geht in Ordnung

Der Test am Südkreuz geht aus Sicht der Bundesbeauftragen für Datenschutz in Ordnung. Das Projekt sei „für sich genommen noch nicht als schwerwiegender Eingriff zu sehen“, hatte Andrea Voßhoff erklärt. Das ändere allerdings nichts an „grundsätzlichen Bedenken2 gegen diese Technologie. „Sollten derartige Systeme später einmal in den Echtbetrieb gehen, wäre dies ein erheblicher Grundrechtseingriff.“

Bundespolizei: Häufig gestellt Fragen zur Gesichtserkennung

Von Andreas Rabenstein

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