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Brandenburg Polizei zeigt Fotos vom "Maskenmann"
Brandenburg Polizei zeigt Fotos vom "Maskenmann"
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07:44 05.11.2013
Mario K., der mutmaßliche Entführer von Storkow. Quelle: Polizei
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Frankfurt (Oder)

Seit acht Wochen sitzt er in Cottbus in Untersuchungshaft, doch noch immer reichen die Anhaltspunkte nicht für eine Anklage aus: „Er schweigt weiter zu den Vorwürfen“, sagt der Sprecher der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder), Ulrich Scherding, über Mario K.

Der 46-jährige Berliner wird beschuldigt, vor einem Jahr den Investmentbanker Stefan T. aus seiner Villa in Storkow (Oder-Spree) entführt zu haben. Auch die beiden Überfälle auf die bekannte Unternehmerfamilie Pepper in Bad Saarow werden ihm zur Last gelegt.

Der Beschuldigte veränderte sein Aussehen mehrmals: Mal war er glatt rasiert, mal trug er einen Bart. Quelle: Polizei

Um neue Erkenntnisse zu dem Fall zu bekommen, wenden sich die Ermittler nun an die Öffentlichkeit und zeigen erstmals ein Foto des mutmaßlichen „Maskenmanns“, der in Tarnkleidung und netzähnlicher Maske den Banker mit einem Kajak auf eine Schilfinsel im Storkower See verschleppt haben soll.

Der wegen Brandstiftung verurteilte arbeitslose Dachdecker Mario K. war schon früh ins Visier der Ermittler geraten. Von März 2013 bis zu seiner Festnahme Mitte September vor einem Berliner Einkaufszentrum wurde der Verdächtige observiert.

In der Zeit habe er sein Aussehen mehrmals verändert, sagt der Sprecher des Brandenburger Polizeipräsidiums in Potsdam, Rudi Sonntag. „Mal war er glatt rasiert, mal trug er einen Bart, teilweise eine Brille und eine Art Anglerhut.“

Seine Fahrten unternahm er mit einem silbernen Rennrad der Marke „Canyon“. Quelle: Polizei

Einen festen Wohnsitz hatte K. zuletzt nicht mehr. Er hatte sich laut Polizei mehrere Lagerplätze in schwer zugänglichen Waldgebieten entlang der B1/B5 in Dahlwitz-Hoppegarten, Rüdersdorf (beide Märkisch-Oderland) sowie Schön eiche und Erkner/Fangschleuse (beide Oder-Spree) eingerichtet.

Dieses Kajak hat der Täter am 7. Oktober 2012 am Entführungsort am Storkower See zurückgelassen. Quelle: Polizei

Unterwegs war er stets mit einem silbernen Rennrad der Marke „Canyon“. Seine Einkäufe in Discountern bezahlte er bar. Zudem soll er Frauen auf der Straße angesprochen haben, versuchte Telefonnummern auszutauschen und Treffen zu vereinbaren.

Nun hoffen die Ermittler, dass eine von ihnen oder andere Zeugen den Mann erkennen und sich melden.

Von Marion Kaufmann

Zur RBB-Sendung "Täter-Opfer-Polizei"

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