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Polizei zweifelt an Brandanschlag in Nauen

Traglufthalle als Flüchtlingsunterkunft Polizei zweifelt an Brandanschlag in Nauen

Noch laufen die Ermittlungen, die Polizei ist sich aber nicht sicher, dass es sich in Nauen (Havelland) um einen Brandanschlag handelt. Auf dem Grundstück einer geplanten Flüchtlingsunterkunft ist am Mittwoch ein verbranntes Stück Holz gefunden worden. Die Stadt ist in den vergangenen Wochen wegen rechter Umtriebe in den Schlagzeilen gewesen.

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Quelle: Marotzke

Nauen. Ein verbranntes Stück Holz auf dem Gelände einer geplanten Flüchtlingsunterkunft hat im brandenburgischen Nauen die Polizei auf den Plan gerufen. Die Ermittler haben derzeit jedoch keine Hinweise auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund und widersprechen damit der Berichterstattung der MAZ, aber auch des RBB. „Wir gehen derzeit nicht von einem versuchten Brandanschlag aus“, sagte eine Sprecherin der zuständigen Polizeidirektion West am Donnerstag. „Uns fehlen dazu konkrete Hinweise.“

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In Nauen ist es in den vergangenen Monaten immer wieder zu Anschlägen gekommen, bei denen ein rechtsextremer Hintergrund vermutet wird. Im Sommer ging eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Flammen auf, Autos wurden vorsätzlich demoliert und das Parteibüro der Linken ist immer wieder attackiert worden. Ein Überblick über eine unheimliche Anschlagsserie.

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Die verrußte Leiste war am Mittwoch in der Nähe einer Traglufthalle gefunden worden. Sie lag etwa 10 Meter von einem Absperrzaun entfernt, zur Traglufthalle waren noch 14 Meter Distanz.

Möglicherweise könne der Fund auch mit Bauarbeiten auf dem Gelände zusammenhängen, sagte die Sprecherin. „Zum Umstand, wie lange die Leiste dort lag und wie sie dort hingelangt ist, liegen derzeit keine Erkenntnisse vor. Nach ersten Ermittlungen erscheint die Leiste - auch aufgrund der Entfernung zur Traglufthalle - aber nicht geeignet, einen Schaden an der Halle hervorrufen zu können.“

Die Polizeisprecherin betonte: „Wir spielen das nicht herunter.“ Die Polizei sei sensibilisiert. Ende August 2015 hatte es in Nauen einen Anschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft in einer Turnhalle gegeben. Das Gebäude war damals niedergebrannt. In der vergangenen Woche waren die mutmaßlichen Brandstifter verhaftet worden. Als ihr Kopf gilt der Nauener NPD-Stadtverordnete Maik Schneider.

Im Sommer brannte in Nauen eine Turnhalle ab, in der Flüchtlinge untergebracht werden sollte

Im Sommer brannte in Nauen eine Turnhalle ab, in der Flüchtlinge untergebracht werden sollte. Verantwortlich dafür könnte die braune Terror-Zelle um NPD-Mann Maik Schneider sein.

Quelle: Stähle

Von MAZonline

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