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Polizeihund Sam soll zu altem Herrchen zurück

Tausende unterstützen Online-Petition Polizeihund Sam soll zu altem Herrchen zurück

Nach einer Bandscheibenoperation muss ein Polizist seinen geliebten Diensthund abgeben. „Sam“ soll mit einem anderen „Herrchen“ Außendienst machen. Die Trauer ist groß. Kurz darauf startet eine Online-Petition: „Sam“ soll zu seinem bisherigen Herrchen zurück. Tausende unterstützen den Aufruf. In Brandenburg trug sich vor Jahren ein ähnlicher Fall zu – mit glücklichem Ende.

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Zwischen Polizeihund und Hundeführer besteht eine enge Bindung.

Quelle: dpa

Potsam/ Berlin. Weil ein Polizist wegen einer Krankheit seinen Diensthund abgeben muss, protestieren derzeit Tausende im Netz. Eine Petition mit dem Titel “Sam gehört zu seinem Herrchen“ hatte online am Sonntagnachmittag bereits mehr als 9200 Unterstützer. Hintergrund ist demnach, dass ein Berliner Polizist den Schäferhund nach drei gemeinsamen Jahren abgeben musste, weil er wegen einer Erkrankung derzeit nicht fähig für den Außendienst ist.

Wie es in der Online-Petition an den Berliner Polizeipräsidenten Klaus Kandt heißt, wurde das Tier daher einem anderen Ordnungshüter zugeteilt. “Die Möglichkeit der Arbeit mit dem Hund in einem anderen Bereich sowie ein möglicher Abkauf des Hundes wurden abgelehnt.“

Erste Berichte, nach denen Kollegen des Berliner Polizisten, die Petition ins Leben gerufen haben, um das Gespann wieder zusammenzubringen, wurden auf der Petitionsseite dementiert. „Keinesfalls“, so heißt es dort, „wurde die Petition von der Polizei ins Leben gerufen“.

Die Geschichte war bei Facebook aufgetaucht. Dort hat der erkrankte Polizist von seinem Leiden und dem Verlust seines geliebten „Sam“ berichtet. “Wir waren ein unzertrennliches Team und brauchen einander“, schrieb der Nutzer am 4. Februar, bei dem es sich um den Beamten zu handeln scheint. “Jetzt wurden wir getrennt und ich kann es nicht verstehen.“ Er schließt seinen Post mit den Worten: „Ich hoffe auf ein Widersehen“.

„Largo“ durfte mit in den Ruhestand

In Brandenburg hat sich vor rund sieben Jahren ein ähnlicher Fall zugetragen – mit schönem Ausgang. Dort war Polizeihauptmeister Karl-Heinz Bornemann nach vielen Jahren als Diensthundeführer in den Ruhestand gegangen. Es war sein Traumberuf. Seine Diensthunde, zumeist Rottweiler, waren immer bei ihm zu Hause untergebracht. Seine Frau und die Kinder waren einverstanden, die Hunde wurden akzeptiert und schnell zu Familienmitgliedern. So auch Rottweiler „Largo“, sein letzter Partner auf vier Pfoten.

Im April 2009, der Ruhestand für Bornemann kam näher, war „Largo“ noch im besten Polizeihund-Alter. Er hätte noch eine Weile für das Land Brandenburg Dienst schieben müssen – mit einem anderen Hundeführer. Doch es kam anders. „Largo“ durfte gemeinsam mit „Herrchen“ ab dem 1. Mai das Rentnerleben genießen.

Zum 60.Geburtstag von Karl-Heinz Bornemann überbrachte der damalige Polizeidirektor Jürgen Huber, Leiter des Schutzbereiches Teltow-Fläming, die frohe Botschaft persönlich: „Largo“ wird aus dem Polizeidienst entlassen. „Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen. ,Largo’ hätte sich vermutlich nur schwer oder gar nicht an einen anderen Hundeführer gewöhnt. Es wäre für alle eine Quälerei“, so Karl-Heinz Bornemann damals..

Von MAZonline

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