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Brandenburg Darum darf das Eis nicht betreten werden
Brandenburg Darum darf das Eis nicht betreten werden
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11:35 28.02.2018
Sieht gut, ist aber nicht erlaubt – das Betreten gefrorener Eisflächen. Quelle: Friedrich Bungert
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Potsdam

In der Nacht sinken die Temperaturen in Brandenburg seit kurzem auf -10 Grad, in einigen Orten ist es sogar noch kälter. Und tagsüber bleibt es mit Minusgraden weiter bitterkalt. Der strahlende Sonnenschein lockt da viele Menschen für einen eiskalten Spaziergang in die Natur, einige sogar aufs Eis. So zum Beispiel am Sonntag auf den Maschinensee im Park Sanssouci. Was wie ein idyllisches Vergnügen aussieht, ist aber hochgefährlich. Denn trotz der kalten Temperaturen ist längst nicht klar, ob das Eis hält. Polizei und Feuerwehr raten daher dringend davon ab, gefrorene Eisflächen zu betreten.

„Oftmals trügt der Schein! Trotz geschlossener Eisdecke auf Seen, Flüssen und Kanälen gibt es keine Garantie für ein sicheres Betreten!“, warnt der Leiter der Wasserschutzpolizei Joachim Pötschke, eindringlich.

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Man kann nie sicher sein, wie dick das Eis ist

„Wir haben noch keinen tiefen Frost gehabt – eine Woche mit ein paar Grad Celsius unter Null reichen für eine tragfähige Eisdecke nicht aus. – Und selbst wenn: Wir raten immer und in jedem Fall davon ab, sich aufs Eis zu begeben“, sagt Björn Eckstein, Rettungstaucher von der Wasserwacht Potsdam. Selbst wer mit dem Beil zur Probe Löcher hackt, könne nie sicher wissen, wie dick das Eis tatsächlich ist, denn es friert nicht gleichmäßig durch.

Wie dick das Eis wird, hängt nicht nur von der Temperatur ab. Auch die Beschaffenheit des Untergrunds, Wasserpflanzen, Zu- und Abflüsse spielen eine Rolle. „Weiterhin können Strudel vom Gewässergrund wärmeres Wasser nach oben transportieren und halten dadurch das Eis dünn wobei verdeckte Gefahren entstehen, da diese Stellen nicht zu erkennen sind“, warnt Pötschke.

Es sieht verlockend aus, ist aber sehr gefährlich – das Betreten zugefrorener Eisflächen. Am Sonntag war es in Potsdam klirrend kalt – viele Menschen wagten sich aufs Eis. Zum Beispiel auf den Maschinensee im Park Sanssouci – das ist nicht nur gefährlich, sondern auch verboten.

Auch wegen dieser Unsicherheitsfaktoren werden Eisflächen im Park Sanssouci und in anderen Parks der Schlösserstiftung nicht freigegeben, sagt Stiftungssprecher Frank Kallensee auf MAZ-Nachfrage. Die Warnungen von Polizei und Feuerwehr gelten für ganz Brandenburg. Wie gefährlich das Betreten von Eisflächen ist, zeigt ein Fall aus Oberhavel: dort waren am 20. Februar zwei Jugendliche in einem See eingebrochen. Sie konnten mit Unterkühlungen gerettet werden.

Acht Zentimeter sind das Minimum

Um einen Erwachsenen zu tragen, müsste eine Eisdecke acht Zentimeter dick sein – Minimum. „Es gibt verschiedene Vorgaben“, sagt Björn Eckstein. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft empfiehlt eine Eisdecke von mindestens 15 Zentimetern, bei fließenden Gewässern sogar 20. 18 Zentimeter würden ein kleines Auto tragen. „Das ist unglaublich viel: Dazu braucht es einen Monat tiefen Frost.“ Alle derartigen Angaben seien „mit sehr viel Vorsicht zu genießen“, sagt Eckstein.

Die Havel ist besonders tückisch

Besonders trügerisch ist das Eis laut Wasserwacht in den kleinen Häfen an der Havel, zum Beispiel in der Neustädter Havelbucht. In diesen Häfen sammeln sich oft Eisschollen, die sich zusammenschieben und wie eine durchgehende Eisfläche anmuten. „Das Eis dort trägt aber nicht“, sagt Eckstein. „Es würde sogar der geliebte Haushund untergehen.“ Die Havel gilt im Winter generell als tückisch: Dort wechseln sich Sand- und Modderböden, seichte und tiefe Stellen ab, es gibt zudem eine ausgebaute Rinne für die Schifffahrt. „Die Beschaffenheit des Eises kann sich von einem auf den anderen Meter verändern.“

Von MAZonline

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