Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Potsdam bekommt neue Fachhochschule
Brandenburg Potsdam bekommt neue Fachhochschule
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:22 04.05.2016
Quelle: dpa-Symbolbild
Anzeige
Hermannswerder

Potsdam bekommt eine zusätzliche Fachhochschule. Die Berufsakademie der Stiftung Hoffbauer schließt ab dem 1. September. An ihre Stelle tritt dann sofort die bereits staatlich anerkannte „Fachhochschule Clara Hoffbauer“. Die Studierenden der bisherigen Berufsakademie werden übernommen, neue Studierende kommen hinzu.

„Es geht darum Studiengänge zu entwickeln, die ästhetische Praxis mit sozialen Handlungsfeldern kombinieren“, sagt der Gründungsbeauftragte Jürgen Kraetzig. Die drei Bachelor-Studiengänge, die zur pädagogischen Tätigkeit in Kitas, Ganztagsschulen, Jugendzentren und anderen Einrichtungen qualifizieren, verbinden soziale Arbeit entweder mit Bewegungspädagogik und Tanz oder mit Musikpädagogik oder Sprachförderung.

Die Ausbildung werde wie bisher an der Berufsakademie dual sein: Zwei Tage in der Woche sind die Studierenden als Auszubildende in einer Einrichtung in Berlin oder Brandenburg tätig, drei Tage studieren sie auf dem Campus auf Hermannswerder. Das Neue: Die Fachhochschule steigt in die Forschung ein. Damit will Hoffbauer die Akademisierung der sozialen Arbeit vorantreiben und Einfluss auf entsprechende Berufsbilder in der Region nehmen.

Die Stiftung wolle die Entwicklung der sozialen Berufe prägen, sagt Kraetzig. „Wir haben ein sehr weites Inklusionsverständnis.“ Ihre pädagogischen Ziele wolle die FH mit empirischen Daten untermauern. Im Bereich der Arbeit mit Behinderten gebe es zum Beispiel noch wenig Forschung über die Wirkung bestimmter Konzepte.

Ein Forschungs-Projekt wird vom bisherigen Präsidiumsmitglied der Berufsakademie, der Musikwissenschaftlerin und Pädagogin Christiane Gerischer, geleitet. Sie will in der Praxis prüfen, welche Qualifikationen ein Musikpädagoge tatsächlich mitbringen muss, um erfolgreich zu sein. Die Sprachwissenschaftlerin Sandra Niebuhr-Siebert wird in einer Berliner Willkommensklasse mit Flüchtlingskindern untersuchen, ob ein neues Konzept zum schnellen Sprachenlernen tatsächlich funktioniert.

Die Notwendigkeit, künstlerische Methoden in sozialen Berufen einzubringen, sei weithin anerkannt, sagt Gerischer zum Konzept der neuen Fachhochschule. Die FH „Clara Hoffbauer“ nehme diesen Ansatz aber erstmals wirklich ernst. „Wir sind die Einzigen, die diese Verbindung herstellen und die Möglichkeit geben, sich auch künstlerisch auszubilden.“

Künftige Studierenden müssen darum eine Eignungsprüfung ablegen. Die Kriterien seien nicht eng umrissen. Es läuft aber in der Regel auf die Beherrschung eines Instrumentes oder die Fähigkeit hinaus, mit Sprache auch künstlerisch umgehen zu können. Derzeit gebe es schon 15 Anmeldungen.

Die neue FH wird acht Professuren haben. Pro Studiengang sind 25 Studierende vorgesehen. Bewerbungen für die drei Jahre dauernden Studiengänge seien noch bis zum 15. Juli möglich.

Frank Hohn, Vorstandsvorsitzender der Hoffbauer-Stiftung, kündigt kräftige Investitionen für die neue FH an. Ein älteres Gebäude auf dem Gelände soll fast vollständig entfernt werden, dafür wird ein neues Haus mit Seminar- und Hörsälen entstehen.

Info: www.fhchp.de

Von Rüdiger Braun

Um einen Ferkelzuchtbetrieb im Landkreis Spree-Neiße, der bereits in der DDR existierte, zu erhalten, hat der Betreiber ohne Genehmigungen den Betrieb wieder aufgenommen. Doch das Oberverwaltungsgericht hat dem nun ein vorläufiges Ende gesetzt. Der Naturschutzbund möchte sogar eine gänzliche Stilllegung erwirken.

04.05.2016

In der Brandenburger Verwaltungsspitze gibt es etliche Juristen. Doch im Streit zwischen der Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann und ihrem Baubeigeordneten Michael Brandt (beide CDU) musste noch eine auswärtige Kanzleien beauftragt werden. Der gute Rat war teuer, wie die Grünen jetzt auf Anfrage erfuhren.

05.05.2016

Seit ein Todesfall Misshandlungen in einem Haus in Höxter aufdeckte, tun sich immer tiefere Abgründe auf: Nun hat die Polizei über die Aussage einer Frau aus dem Großraum Berlin berichtet.

04.05.2016
Anzeige