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Brandenburg Potsdam ist die beste junge deutsche Uni
Brandenburg Potsdam ist die beste junge deutsche Uni
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18:50 07.06.2018
OB Jann Jakobs und der Präsident der Universität Potsdam, Oliver Günther. Quelle: foto: Friedrich Bungert
Potsdam

Die Universität Potsdam ist bei einem Hochschulranking des renommierten Londoner Magazins „Times Higher Education“ (THE) auf Anhieb auf Platz 17 gelandet. Seit den 70er-Jahren stellt das Magazin jährlich eine Rangfolge der besten Universitäten der Welt vor. Relativ neu unter diesen Publikationen ist das Ranking für Hochschulen, die jünger als 50 Jahre sind. Die Universität Potsdam nahm bei diesem seit 2012 durchgeführten „U 50“ genannten Vergleich zum ersten Mal teil – und kam unter 250 Einrichtungen aus insgesamt 55 Ländern gleich unter die ersten 20.

Potsdam lag damit zwei Plätze vor der nächsten deutschen Hochschule, der Universität Duisburg-Essen, die im Ranking Platz 19 erreichte. Noch etwas weiter hinten liegt die Universität Passau mit Platz 27. Die beiden hinter der Universität Potsdam platzierten deutschen Universitäten beziehungsweise deren Vorgängereinrichtungen waren alle schon in den 70er-Jahren gegründet worden. Die Universität Potsdam ist erst 27 Jahre alt. Angeführt wird die neue Liste von der Hong Kong Universität für Wissenschaft und Technologie. Sie ist genauso alt wie die Universität Potsdam.

Deutschlandweit Platz 1

„Diese hervorragende Platzierung bestätigt uns auf unserem Kurs“, sagt Präsident Oliver Günther. „Platz 1 deutschlandweit unter den Universitäten unter 50, wer hätte das vor ein paar Jahren für möglich gehalten?“, so Günther. Der Wirtschaftsinformatiker, dem es in den vergangenen Jahren besonders auf eine forschungsstarke und international ausgerichtete Universität ankam, bedankte sich bei allen „in und außerhalb der Universität, die diesen Erfolg möglich gemacht haben“. Der Potsdamer Vizepräsident für Internationales, Alumni und Fundraising hat auch eine Vermutung, warum Brandenburgs größte Universität so gut abschnitt: „Einen wichtigen Beitrag zu dieser erfolgreichen Platzierung bei der erstmaligen Beteiligung am THE-Ranking haben auch unsere vielfältigen internationalen Kooperationen und Partnerschaften geleistet“, sagt Florian J. Schweigert.

Tatsächlich hebt das „Times Higher Education“ in seiner Beschreibung unter anderem hervor, dass die Universität Potsdam eine internationale Gemeinschaft „von großer Diversität“ sei: „Mit seinen zahlreichen englischsprachigen Masterprogrammen zieht sie internationale Studierende von überall her an“. Erwähnt werden auch die Tandem-Programme der Hochschule, bei denen deutsche Studenten ausländischen Kommilitonen helfen, sich zu orientieren.

Bürgermeister: Potsdam ist eine Wissensstadt

Ausschlagend für die Platzierungen sind laut dem Magazin aber jeweils die angebotene Lehre, die Forschung, das internationale Ansehen, die Häufigkeit der Zitation und vieles andere mehr. Die THE-Ergebnisse werden in der Regel sowohl von Verwaltungen wie auch den Hochschulen selbst sehr ernst genommen. Studenten in aller Welt geben sie Orientierung für die Wahl ihres Studienortes. Wissenschaftsministerin Martina Münch (SPD) gratulierte der Hochschule für die gute Platzierung. Freude herrscht auch im Rathaus. „Potsdam ist eben eine Wissensstadt“, so Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD). Der hochschulpolitische Asta-Sprecher Lennard Gottmann, kritisiert, dass diese Exzellenz keineswegs alle zu spüren bekämen. In vielen Studiengängen sei das Betreuungsverhältnis sehr schlecht. Statt „auf immer prestigeträchtigere Forschungsprojekte“ hinzuarbeiten, solle die Universität mehr an ihre Studierende denken.

Von Rüdiger Braun

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