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Brandenburg Potsdamer Studio für Designpreis nominiert
Brandenburg Potsdamer Studio für Designpreis nominiert
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12:01 18.11.2015
Die Neuruppiner Bilderbogen waren Vorläufer heutiger Comics. In einem Animationsvideo erklären die Macher von Buchstabenschubser das Druckverfahren. Quelle: Buchstabenschubser
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Potsdam

Wenn am heutigen Mittwochabend im Potsdamer Nikolaisaal die zwölf Preisträger des diesjährigen Designpreises Brandenburg bekannt gegeben werden, fiebern Ellen Stein und Jan Gabbert gleich doppelt mit. Zwei Animationsfilme ihrer Firma Buchstabenschubser sind in der Kategorie „Kommunikationsdesign“ nominiert. In ihrem Animationsstudio in Potsdam entstehen vorwiegend Videos, mit denen sich schwierige Themen in wenigen Minuten erklären lassen und die vor allem in Museen gezeigt werden. Einer der Filme veranschaulicht die Entstehung der „Neuruppiner Bilderbogen“ – lithographische Drucke, die schon Theodor Fontane in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ erwähnte. Zu sehen ist das vier Minuten lange Video im Museum in Neuruppin.

Erklärvideos für Berliner Dom stammen aus Potsdam

Das andere Projekt ist eine weitaus aufwendigere Produktion für den Berliner Dom. Insgesamt acht Filme hat das Studio für das historische Gebäude im Herzen Berlins produziert. Die Filme laufen an unterschiedlichen Stellen im Dom und widmen sich verschiedenen Themen, beispielsweise der Geschichte der Reformatoren, aber auch der Architektur der Kirche. „Der Berliner Dom ist eine Chimäre zwischen Kirche, Museum und einer Stätte von nationaler Bedeutung“, erklärt Animationsfilmer Jan Gabbert. „Wir verdichten komplexe Sachverhalte mit einem leicht zwinkernden Auge. Auf unsere Ideen und Lösungen gibt es sehr positive Reaktionen von unserem Auftraggeber und vor allem auch von den Besuchern.“ Teil des Gesamtkonzepts sind dabei die eigens angefertigten Stelen des Designbüros Hambach + Rühle, das ebenfalls in Potsdam ansässig ist.

Kreativbranche wichtiger Wirtschaftsfaktor für Brandenburg

Mit Erklärvideos für die deutsche Museumslandschaft haben die „Buchstabenschubser“ eine Nische gefunden. Seit der Gründung 2008 sind mehr als 70 Filme entstanden. „Wir machen keine Akquise, sondern bekommen Anfragen“, sagt Gabbert. „Das ist wirklicher Luxus, aber auch eine Bestätigung für die Arbeit, die wir machen.“ Vergrößern wollen die beiden ihr Studio vorerst nicht – um Beruf und Familie weiterhin vereinbaren zu können.

Jedes Stück ein Unikat: Holzschmuck des Brandenburger Labels „Larsens“ – dahinter verbrigt sich Lars Dahlitz, Tischler und Designer aus Byhleguhre (Dahme-Spreewald). Quelle: Larsens

Neben der eigenen Firma hat Gabbert die Brandenburger Kreativbranche im Blick, in der er noch Potenzial sieht. Die Branche müsse stärker als bisher als Wirtschaftsfaktor betrachtet werden, glaubt Gabbert. Der Designpreis und die Designtage seien sinnvolle Schritte, um das Design zwischen Elbe und Oder bekannter zu machen. Was bremse, sei aber der Mangel an kreativen Orten – gerade in Potsdam. „Wirklich sinnvolle Förderung der Kreativbranche durch das Land Brandenburg ist es, Rahmenbedingungen für bezahlbare Räume zu schaffen“, sagt Gabbert. „Da nutzt keine Leuchtturmpolitik. Da muss kleinteilig und dezentral gedacht werden. Was nützen mir Ausstellungsflächen, wenn ich am Tag nicht die Möglichkeit habe, in einem bezahlbaren Raum zu arbeiten?“

Weitere Infos und das ausführliche Programm zu den Designtagen Brandenburg finden Sie hier.

Von Mischa Karth

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