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Potsdamer Firma fertigt Mahnmal für Berliner Opfer

Mahnmal Breitscheidplatz Potsdamer Firma fertigt Mahnmal für Berliner Opfer

Zum Jahrestag des Berliner Terroranschlags auf dem Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche wird ein Gedenkort eingeweiht. An den Arbeiten dafür ist auch die Beton und Naturstein Babelsberg (BNB) beteiligt. Sie fertigt die Namen und Herkunftsländer der zwölf Opfer sowie eine Inschrift. Der Zeitdruck für die Mitarbeiter ist groß.

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Die Firma BNB-Babelsberg stellt die Gedenktafeln für die Opfer des Terroranschlags am Breitscheidplatz in Berlin vom 19.12.2017 her. Fotografiert am 27.11.2017 in Potsdam. Foto: Friedrich Bungert

Quelle: Friedrich Bungert

Potsdam. Der Gedenkort für die Opfer des Anschlags, der am 19. Dezember eingeweiht wird, entsteht auch durch Mitwirkung einer Firma aus Potsdam. Die Beton und Naturstein Babelsberg (BNB) gestaltet an der Vorderseite der Stufen zur Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche die Namen und Herkunftsländer der zwölf Opfer sowie eine Inschrift.

Die Arbeiten in der Werkstatt der Firma in Potsdam laufen derzeit auf Hochtouren. „Wir schneiden die Betonbuchstaben mit einem Wasserstrahl aus und kleben sie in Betonform“, sagt Geschäftsführer Manuel Vöge. Anschließend werde Sonderbeton darauf gegossen. Später würden die Stufen entschalt und die Formen durch einen Gartenbaubetrieb tief eingelassen.

Erst vor wenigen Tagen hatte die Firma das Angebot vom Architekturbüro Merz/Merz erhalten, das den Gestaltungswettbewerb des Berliner Senats für den Erinnerungsort gewonnen hatte. Um rechtzeitig fertig zu werden, müssen Mitarbeiter für die aufwendigen Arbeiten sogar Sonderschichten fahren, sagt Vöge. Das Projekt liegt der Firma, die nach eigener Auskunft übervolle Auftragsbücher hat, besonders am Herzen. „Das war ein schreckliches Attentat. Da fehlen einem immer noch die Worte“, sagt Vöge. „Es ist wichtig, einen solchen Gedenkort aufzubauen, um auch zu zeigen, dass wir für ein friedliches Miteinander der Menschen stehen.“

Ein goldener Riss – 14 Meter lang und drei Zentimeter breit – wird mitten durch die Treppenstufen gehen. Symbolisch wird gezeigt, dass der Riss, der durch dieses Ereignis im Alltag vieler Menschen und in der Gesellschaft entstand, wieder gekittet wird. Für diesen Teil ist ein Kunstschmied zuständig, der vor Ort den Riss mit einer Legierung aus Halbedelmetallen und Gold aufgießen wird– als „sichtbares Zeichen der Unvergänglichkeit“, so die Architekten.

Von Igor Göldner

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