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Brandenburg Potsdamer Kind im Feriencamp missbraucht?
Brandenburg Potsdamer Kind im Feriencamp missbraucht?
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14:07 05.09.2016
Missbrauch im Ferienlager?
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Brandenburg/H

Ein sieben Jahre alter Junge aus Potsdam soll nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg in der vergangenen Woche von einem 34 Jahre alten Feriencamp-Betreuer sexuell missbraucht worden sein. Der mutmaßliche Übergriff geschah in der Nacht auf den 26. August während einer Reise im Jugendwaldheim Loppin bei Jabel (Mecklenburgische Seenplatte). Für den Veranstalter Kiju-Reisen aus Brandenburg/Havel arbeiteten schon zweimal zuvor Betreuer, die minderjährige Teilnehmer sexuell missbraucht haben und dafür zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden.

Das Jugendwaldheim Loppin bei Jabel. Hier soll ein 7-Jähriger sexuell missbraucht worden sein. Quelle: Nordkurier/Christina Zaren

Im März 2014 wurde ein Schüler aus Bad Belzig zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt. Der damals 19-Jährige Kiju-Reisebetreuer hatte sich im Jahr zuvor drei Kindern des Feriencamps sexuell genähert.

Ein 37 Jahre alter Betreuer aus Berlin, der sich im Sommer 2015 an einem Teilnehmer von Kiju-Reisen und zwei weiteren Kindern vergangen hatte, erhielt nach MAZ-Recherchen eine mehrjährige Gefängnisstrafe.

Im aktuellen Fall sitzt der 34 Jahre alte Verdächtige aus dem Raum München in Untersuchungshaft, bestätigte Gerd Zeisler, Sprecher der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg.

Nach bisherigen Erkenntnissen habe der Mann erst sexuelle Handlungen an sich selbst vorgenommen, vor den Augen des Kindes. Dann sollte der Junge den Körper des Betreuers sexuell stimulieren. Als die Eltern ihren Sohn am Wochenende abholten, vertraute er sich ihnen an. Der Junge erzählte auch von Nacktfotos, die der Freizeitbetreuer unter der Dusche gemacht haben soll. Die Ermittler haben Computer und Speichermedien des Mannes beschlagnahmt und werten sie nun aus. Sie wollen Zeugen fragen, ob der Betreuer weitere Kinder sexuell behelligt hat. Nach Zeislers Angaben wurde Haftbefehl erlassen wegen dringenden Tatverdachts und Wiederholungsgefahr.

Der Reiseveranstalter äußert sich „schockiert“ über die Vorwürfe. Der Beschuldigte sei seit sechs Jahren als Ferienlagerbetreuer für Kiju-Reisen tätig, so Inhaber Torsten Ukrow. Er sei noch nie negativ aufgefallen und habe ein einwandfreies erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt.

Von Jürgen Lauterbach

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