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Brandenburg Moped mit 15: Projekt läuft trotz Todesfall weiter
Brandenburg Moped mit 15: Projekt läuft trotz Todesfall weiter
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01:15 16.06.2018
(Symbolbild) Quelle: Victoria Barnack
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Luckenwalde

Nach über einem Jahr Modellprojekt „Moped mit 15“ gibt es in Brandenburg das erste jugendliche Todesopfer. Am Dienstag verunglückte ein 15-Jähriger mit seinem Klein-Motorrad in Luckenwalde tödlich.

In Brandenburg lag die Unfallquote unter den Projektteilnehmern bis Ende 2017 im niedrigen einstelligen Bereich. Sieben Mal waren die 15-Jährigen in den ersten acht Projektmonaten mit ihren Klein-Motorrädern in Verkehrsunfälle verwickelt; drei von ihnen als Unfallverursacher.

Ministerium will Umstände des Unfalls genau prüfen

In Brandenburg sei das Unfallgeschehen vor dem Start des Modellversuchs vor einem Jahr genau geprüft worden, erklärt Steffen Streu, Sprecher des Brandenburgischen Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung. „Die Gruppe der 15-Jährigen Mopedfahrer ist in den teilnehmenden Bundesländern bis dato im Straßenwesen nicht auffällig gewesen“, sagte er. Außerdem stellen Kleinkrafträder und Mofas in Brandenburg derzeit keinen Schwerpunkt in der Unfallentwicklung darstellen.

Er sprach der Familie nach dem „tragischen Unglücksfall“ seine Anteilnahme aus. Das Ministerium will die Umstände des Unfalls vom Dienstag zudem noch einmal genau prüfen.

„Moped mit 15“ geht weiter, um Daten zu sammeln

Gestoppt wird der Modellversuch in Brandenburg dennoch nicht. Neben der Sicherheit werden auch andere Aspekte wie das Mobilitätsverhalten der Jugendlichen bundesweit untersucht. Noch liegen nicht ausreichend Daten vor, um abschließend über ein Herabsetzen des Mindestalters für die Führerscheinklasse AM auf 15 Jahre zu entscheiden.

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Von Victoria Barnack

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