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Brandenburg Promi-Kandidaten bei Bürgermeisterwahl
Brandenburg Promi-Kandidaten bei Bürgermeisterwahl
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13:00 22.09.2015
Fünf Kandidaten kämpfen um den Einzug ins Falkenseer Rathaus.  Quelle: Foto: Marlies Schnaibel
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Falkensee

 Es soll tatsächlich Leute geben, Neu-Brandenburger und Touristen, die Falkensee für einen Berliner Ortsteil halten. Die größte Stadt des Havellandes schmiegt sich harmonisch an die Hauptstadt, hat aber seit dem Mauerbau 1961 nicht einmal mehr einen S-Bahn-Anschluss. In Spandau ist Endstation. Dass künftig wieder eine S-Bahn zwischen Berlin und Falkensee verkehrt und die Pendlerstadt mit ihren überfüllten Regionalzügen entlastet – ein Ziel, für das ein neues Stadtoberhaupt kämpfen könnte.

Am Sonntag sind mehr als 32 000 Wahlberechtigte aufgefordert, über den Falkenseer Bürgermeister zu entscheiden. Fünf Kandidaten, darunter drei Polit-Promis, stellen sich zur Wahl. Die Wähler bestimmen über einen der begehrtesten kommunalpolitischen Jobs, den Brandenburg zu bieten hat. Denn wie kaum eine andere Stadt steht Falkensee für Wachstum, Zuzug, Speckgürtel-Aufstieg. 1990 zählte die Stadt knapp 22 000 Einwohner. Heute sind es 43 414. Falkensee ist kurz davor, Oranienburg (43 600) den Rang als fünftgrößte Stadt im Land abzulaufen. Der Boom bringt aber auch Probleme: Mieten und Einbruchszahlen steigen im stillen Schlafzimmer vor den Toren der Metropole.

Zwei Landtagsmitglieder treten an

Norbert Kunz (Linke) und AfD-Kandidat Andreas Breinlich gelten als chancenlos. Erwartet wird ein Dreikampf zwischen SPD-Amtsinhaber Heiko Müller (56) und seinen Herausforderinnen von CDU und Bündnis 90/Grüne, Barbara Richstein (49) und Ursula Nonnemacher (58). Beide müssten bei einem Wahlsieg ihr Landtagsmandat aufgeben. So wie Heiko Müller 2007, der selbst 13 Jahre im Potsdamer Parlament saß.

Gute 53 Prozent holte der Ingenieur vor acht Jahren. Nun dürfte ihm vor allem Barbara Richstein gefährlich werden. Die Ex-Justizministerin und CDU-Vizelandesvorsitzende ist gut vernetzt und im wahrsten Wortsinn bekannt wie ein bunter Hund. Jack Russell Terrier Felix kommentiert im Internet den Wahlkampf seines Frauchens, das am Sonntag auch noch den Berlin-Marathon läuft. 2010 trat Richstein bei der Oberbürgermeisterwahl in Potsdam an und holte nur blamable 10,5 Prozent. „Die Situation ist heute eine andere“, meint Richstein, die Vorsitzende des Stadtparlaments ist. „Mit Falkensee bin ich verwurzelt.“ Seit 16 Jahren lebt die Sindelfingerin in der heimlichen Hauptstadt des Havellands.

Zwei Zugezogene gegen einen Eingesessenen

Fast so lange wie Kontrahentin Ursula Nonnemacher. Die Ärztin aus Wiesbaden kam 1996 nach Falkensee und gründete den Ortsverband der Grünen mit. Bei der Landtagswahl 2014 erzielte ihre Partei in Falkensee 14,7 Prozent und damit eines ihrer besten Ergebnisse. Wo, wenn nicht hier, könnten die Wähler das erste grüne Stadtoberhaupt der Mark küren? Aber Nonnemacher ist Realo. „Ich weiß über meine Chancen Bescheid“, sagt die 58-Jährige zurückhaltend. Im Landtag fällt sie sonst durch prononcierte Reden vor allem zur Innenpolitik auf.

Zwei Zugezogene gegen einen Alteingesessenen also. Dabei ist SPD-Mann Müller auf dem Papier ein Hauptstädter: Geboren wurde er 1959 in Spandau. Damals kam man von Falkensee noch mit der S-Bahn in das Berliner Krankenhaus.

info: MAZ-Wahlforum Dienstag, 18.30 Uhr, Gesamtschule „Immanuel Kant“, Kantstr. 17, Falkensee

Von Marion Kaufmann

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