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Prosegur sperrt streikende Mitarbeiter aus

Werttransport-Unternehmen Prosegur setzt Streik fort Prosegur sperrt streikende Mitarbeiter aus

Bankkunden müssen weiter mit leeren Geldautomaten in Berlin und Brandenburg rechnen. Verdi setzt den unbefristeten Streik beim Geldtransport-Unternehmen Prosegur in Potsdam fort. Doch das Unternehmen setzt nicht auf Annäherung, sondern auf Streitkurs. Streikende Mitarbeiter wurden einfach ausgesperrt.

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Quelle: dpa

Potsdam.  Der Streik beim Werttransport-Unternehmen Prosegur in Potsdam geht in die sechste Woche. “Die Kollegen haben sich am Montagmorgen für eine Fortsetzung des Arbeitskampfs ausgesprochen, nachdem Prosegur sechs streikenden Mitarbeitern in der Probezeit gekündigt hat“, sagte Verdi-Verhandlungsführer André Pollmann am Montag. Das Unternehmen reagierte am Nachmittag auf den anhaltenden Streik mit der sofortigen Aussperrung aller knapp 150 streikenden Mitarbeiter.

Unternehmen möchte Versorgungspläne verbessern

Verhandlungen über eine mögliche Schlichtung in dem Tarifkonflikt waren Ende vergangener Woche gescheitert. Die Gewerkschaft habe neue Forderungen nach einer Beschäftigungs- und Standortsicherung erhoben, die für das Unternehmen nicht akzeptabel seien, sagte eine Sprecherin von Prosegur. In der Potsdamer Niederlassung gibt es rund 350 Beschäftigte.

Da der wochenlange Streik massive Auswirkungen auf das Unternehmen, seine Kunden und die Bargeldversorgung in der Region habe, wolle Prosegur seine Versorgungspläne weiter verbessern, teilte das Unternehmen mit. In den vergangenen Wochen war wegen des Streiks an einigen Geldautomaten in Berlin und Brandenburg das Bargeld knapp geworden.

Mitte Mai war die Lage angespannt
 
Marktführer Mittelbrandenburgische Sparkasse (MBS), der im Land Brandenburg das mit Abstand größte Geldautomaten-Netz betreibt, habe im Privatkundengeschäft „keine nennenswerten Einschränkungen“, sagte Pressesprecher Robert Heiduck Mitte Mai. Im Land muss die MBS aktuell rund 200 Automaten bestücken. Die Commerzbank hat besonders in Potsdam zu kämpfen, in dem das seit zwei Wochen im Streik befindliche Geldtransportunternehmen Prosegur seinen Stammsitz hat. Eine Entwarnung wollte Pressesprecher Mathias Paulinkat für die Region Nord-Ost, in der über 100 Bankautomaten aufgestellt sind, daher bereits im Mai nicht geben.

Die Berliner Volksbank kann die derzeitige Situation besser abfedern: “Wir sind in der glücklichen Lage, dass die 75 Geldautomaten durch zwei Anbieter versorgt werden“, erklärt Sprecherin Nancy Mönch. Zeitweilig seien einige Automaten ausgefallen. Während die Landeshauptstadt vernünftig beliefert werden könne, habe es in Potsdam-Mittelmark Engpässe gegeben. “Bargeld hebt man am besten an den Filialstandorten ab, da sie über ihre Kassen auch Auszahlungen vornehmen“, riet Mönch bereits vor drei Wochen. Im Land Brandenburg sind 18 Geldinstitute vom Streik betroffen.

Verdi verlangt im Streit um einen nach ihren Angaben 14 Jahre alten Haustarifvertrag einen Zuschlag von einem Euro pro Stunde statt der angebotenen 0,65 Euro. Zusätzlich fordert die Gewerkschaft eine Risiko-Absicherung der Mitarbeiter bei Überfällen.

Von MAZonline

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