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Brandenburg Protest gegen Durchmarsch von US-Truppen
Brandenburg Protest gegen Durchmarsch von US-Truppen
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19:15 28.05.2018
Protest gegen US-Militär Quelle: Ulrich Wagemann
Brück

Mit Protesten haben Gegner des US-Militärs durchreisende Truppen empfangen, die auf dem Gelände der Fläming-Kaserne auf dem Truppenübungsplatz Lehnin (Potsdam-Mittelmark) Station machen und übernachten. Zu der von der Linkspartei organisierten Veranstaltung im Ortsteil Brück-Ausbau kamen am Montagabend etwa 70 Teilnehmer.

Die Landesvorsitzende der Partei, Diana Golze, bemühte sich um eine differenzierte Haltung. Sie betonte, man beziehen nicht einseitig Partei für Russland. „Putin ist nicht Russland und Trump ist nicht Amerika“, sagte Golze. Der von ihrer Partei geforderte diplomatische Annäherungskurs an Russland müsse verbunden sein „mit der Unterstützung der demokratischen Opposition“ in dem Land. Von Russland müsse man auch „eine aktive Rolle für einen Waffenstillstand in der Ostukraine einfordern“, so Golze. Allerdings sei es im Interesse Deutschlands erforderlich, das Verhältnis zu Russland „neu zu justieren“. Ohne eine Verständigung mit dem mächtigen Land sei Stabilität nicht erreichbar.

Demonstranten hielten Transparente hoch mit Aufschriften wie „Ami Go Home!“ oder „Hände weg von Russland!“ Vertreten war auch die linke DKP. Deren Abgesandter Horst Drewske aus Brandenburg an der Havel sagte, man demonstriere mit der Linkspartei „dort, wo es dringend und erforderlich ist“.

Protest gegen US-Militär Quelle: Ulrich Wagemann

Elke Zwinge, eine Demonstrantin aus Berlin, fand es bedauerlich, dass hauptsächlich ältere Leute gekommen seien. Jüngere Leute hätten „andere Formen des Protests.“ Außerdem gingen sie eher gegen Fremdenfeindlichkeit oder Rassismus auf die Straße.

Die Truppen sind auf der Durchreise nach Polen und ins Baltikum, wo sie an dem von der US-Armee geführten Manöver Saber Strike („Säbelhieb“) teilnehmen sollen. Die Übung läuft vom 3. Bis 15. Juni, fast 20.000 Soldaten nehmen daran teil, etwa aus Kanada, Israel, Spanien, Italien und Norwegen. Die Aktion ist Teil der Operation Atlantic Resolve zur Stärkung der Ostflanke der Nato. Zusätzlich vollzieht das Bündnis einen Wechsel der über längere Zeit an der NATO-Ostgrenze stationierten Truppen.

Im Vorfeld der Kundgebung hatte die US-Army mitgeteilt, ihre Vertreter legten keinen Wert darauf, sich mit den Kritikern zu treffen. Das Manöver finde aber statt, um Meinungsfreiheit in Europa zu sichern.

Proteste hatte es bereits im Januar 2017 gegeben, als Atlantic-Resolve-Einheiten in Lehnin übernachtet und ihre Fahrzeuge aufgetankt hatten. Rund 150 Demonstranten kamen damals in eisiger Kälte zum Truppenübungsplatz. Die Linkspartei hatte die Kundgebung organisiert.

Von Ulrich Wangemann

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