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Prozess gegen Betreuer nach Kindesmissbrauch

Missbrauch im Ferienlager Prozess gegen Betreuer nach Kindesmissbrauch

Die Eltern gaben ihre Kinder vertrauensvoll in fremde Hände. Für eine Woche sollte ein Reiseveranstalter für einen sicheren Urlaub sorgen. Knapp ein Jahr später wird einem der Betreuer der Prozess gemacht. Doch hätten die Taten verhindert werden können?

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Sexueller Missbrauch im Ferienlager: Jetzt steht ein Betreuer vor Gericht.

Quelle: dpa

Berlin. Ein 38-jähriger Berliner hat als Betreuer in einem Ferienlager in Sachsen einen achtjährigen Jungen sexuell missbraucht. Vor dem Landgericht der Hauptstadt legte der Mann knapp ein Jahr später ein Geständnis ab. Er habe sich dem Kind in einem Fall während der Mittagsruhe körperlich genähert, gab der Angeklagte zu Beginn des Prozesses am Montag zu. Der gelernte Landschaftspfleger räumte zudem Übergriffe auf damals zehnjährige Zwillinge ein, die er ebenfalls in dem Camp kennengelernt und später in seiner Wohnung im Berliner Stadtteil Reinickendorf angefasst habe.

Der Angeklagte hatte sich im Sommer 2015 als Betreuer bei einem Berliner Reiseveranstalter beworben. „Ich habe mir den Job aber nicht gesucht, um Kinder zu missbrauchen“, sagte der 38-Jährige. Warum es zu den Taten kam, könne er nicht erklären. Kurz zuvor sei er für einen Berliner Verein während einer einwöchigen Kinderreise als Betreuer tätig gewesen.

Rechtliche Schritte gegen das Berliner Unternehmen?

Der Achtjährige hatte sich knapp zwei Wochen nach der Rückkehr aus Sachsen seiner Mutter offenbart. Die 28-Jährige sagte als Zeugin vor Gericht, sie sei geschockt gewesen und habe Anzeige erstattet. Später habe sie erfahren, dass im Vorfeld der Reise bei dem Veranstalter eine Warnung eingegangen sei. „Es soll mitgeteilt worden sein, dass es Probleme mit dem Mann geben könnte.“ Die Anwältin der Familie erklärte, sie werde rechtliche Schritte gegen das Berliner Unternehmen prüfen.

Der 38-Jährige, der zuletzt als Küchenhelfer arbeitete und sich durch die Tätigkeit als Betreuer „ein bisschen dazuverdienen“ wollte, hatte sich nach der Reise telefonisch bei den Zwillingen gemeldet. „Wir wohnten zufällig in der Nähe“, sagte der Angeklagte. Er habe mit der Mutter der Brüder zunächst Treffen besprochen. Im August habe er auch diese Kinder unsittlich gerührt. Drei Fälle sind angeklagt.

Nicht die ersten Fälle – Übergriff auf Sohn einer Bekannten

Als der Angeklagte für den Reiseveranstalter tätig wurde, war er ohne Vorstrafen. Inzwischen verbüßt er eine Haftstrafe von dreieinhalb Jahren. Hintergrund sind sexuelle Übergriffe auf einen Sohn einer früheren Bekannten. Der Prozess wird am 24. Juni fortgesetzt.

Von dpa

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