Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Prozess um zerstückelten Rentner startet
Brandenburg Prozess um zerstückelten Rentner startet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:57 22.09.2017
Quelle: dpa
Berlin

Neun Monate nach der Entdeckung der zerstückelten Leiche eines Rentners aus Berlin-Prenzlauer Berg in einer Kühltruhe kommt der mutmaßliche Mörder auf die Anklagebank. Der Prozess soll am 6. Oktober beginnen, sagte eine Sprecherin des Landgerichts am Freitag. Der 56-Jährige soll den Senior erschossen, zerstückelt und die Leiche in einer Tiefkühltruhe versteckt haben – zehn Jahre lang. Die ganze Zeit soll der Mann die Rente des Opfers kassiert haben.

Polizisten hatten am 9. Januar die Wohnung des Rentners, der heute 90 Jahre alt wäre, geöffnet und den grausigen Fund gemacht. Jahrelang war das Verschwinden des Witwers unbemerkt geblieben. Das Verbrechen hat bundesweit Schlagzeilen gemacht.

Die Staatsanwaltschaft geht von einem heimtückischen Mord aus Habgier und zur Ermöglichung einer anderen Straftat aus. Der 56-Jährige soll den Rentner, den er seit längerem kannte, zwischen dem 30. Dezember 2006 und dem 1. Januar 2007 erschossen haben. Er habe die Rente des Geschädigten in Höhe von monatlich etwa 2000 Euro sowie dessen Ersparnisse vereinnahmen wollen.

Dem Verdächtigen, der zeitweise ein Geschäft für An- und Verkäufe betrieben haben soll, wird zudem Urkundenfälschung vorgeworfen. Er soll mit gefälschter Unterschrift des Getöteten mehrere Schreiben an die Verwaltung des Mietshauses in der Hosemannstraße geschickt, zwei Einkommensteuererklärungen verfasst und einen Post-Nachsendeauftrag erteilt haben – um vorzutäuschen, dass der Rentner noch lebe. Für den Prozess seien 18 Verhandlungstage terminiert, so die Sprecherin.

Von Kerstin Rebien

Brandenburg Anis Amri und 116.000 Datensätze - U-Ausschuss zum Terroranschlag schleppend

Mehr als 116.000 Datensätze des Terroranschlags durch den ISIS-Attentäter Anis Amri werden von der Berliner Polizei aktuell neu aufgearbeitet und analysiert. Darunter gibt es allein mehr als 7500 abgehörte Telefongespräche aus zehn Anschlüssen. Die zentrale Frage: Wie schwer waren die Pannen der Polizei bei der Überwachung des späteren Attentäters?

22.09.2017

Das finanzschwache Land Berlin hat seine Richter und Beamten zu schlecht bezahlt. Davon geht das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig aus. Mehrere Richter, Polizisten und ein Feuerwehrmann aus Berlin hatten geklagt. Endgültig entscheiden soll nun Karlsruhe.

22.09.2017

Die Rettungskräfte haben bis zuletzt immer wieder nach der gekenterten Seglerin, die seit rund einer Woche vermisst wurde, gesucht. Die Hoffnung schwand mit jeder weiteren Stunden, mit jedem weiteren Tag. Nun gibt es eine traurige Gewissheit.

22.09.2017