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Quizmaster Günther Jauch wird 60

Fernsehunterhaltung Quizmaster Günther Jauch wird 60

Genau genommen hat Günther Jauch trotz aller Erfolge sein Berufsziel verpasst. „Auslandskorrespondent, egal ob in Washington oder Ost-Berlin“, antwortete Jauch 1989 auf die Frage nach dem Traumjob. Statt Topjournalist wurde Jauch der Schwiegersohn der Nation – das beliebteste Fernsehgesicht der Deutschen. Heute hat er Geburtstag!

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Der Wahl-Potsdamer Günther Jauch sorgt fast immer für hohe Einschaltquoten.

Quelle: dpa

Potsdam. Wenn er spitzbübisch lächelt und gewohnt schlaksig daherkommt, ist es schwer zu glauben: Günther Jauch wird 60 Jahre alt. Dass Deutschlands wohl populärster Quizmaster, der seit Langem in Potsdam lebt, kürzer tritt, ist kaum anzunehmen: „Gedanken über meine Rente mache ich mir ehrlich gesagt nicht“, sagte Jauch vor seinem runden Geburtstag am 13. Juli.

Das muss er auch nicht, denn Jauch hat schon seit Jahren sein Faible für den Bildschirm gepaart mit einem Geschäftssinn, wie ihn nicht viele Kollegen zeigen. Der TV-Mann hat nicht nur als Moderator des RTL-Ratespiels „Wer wird Millionär?“ ganz fest mit soliden Einschaltquoten den Boden unter den Füßen. Seit dem Jahr 2000 ist er Chef seiner Firma i&u Information & Unterhaltung, die viele Shows und beispielsweise das Magazin „Stern TV“ produziert, das Jauch selbst fast 900-mal präsentiert hat.

Jauch hat ein großes Herz für Kinder

Der gebürtige Münsteraner wuchs in Berlin auf. Seine Wahlheimat aber ist Potsdam, wo ihm mehrere Häuser gehören und er in der Berliner Vorstadt am Ufer des Heiligen See wohnt. Der Stadt half Jauch mit zahlreichen Millionen-Spenden und großem Engagement, zum Beispiel beim Bau des Fortuna-Portals, dem Eingang des später wiedererrichteten Stadtschlosses, oder bei der Sanierung der Neptungrotte im Park Sanssouci. Noch lieber spendet Jauch für soziale Zwecke, Kinder sind ihm ein Vermögen wert. So initiierte er mit Pfarrer Bernd Siggelkow die Gründung des Kinderhilfsprojektes „Arche“ im Potsdamer Neubaugebiet Drewitz. Der Fernseh-Star trägt auch die laufenden Kosten, ohne darüber groß zu reden. Zudem gab er Geld für das Exploratorium (heute Extavium), einer wissenschaftlichen Mitmach-Welt für Kinder. Mit Wortmeldungen zur architektonischen Gestaltung der Innenstadt hält sich Jauch in letzter Zeit eher zurück. Viele Potsdamer hatten ihm übel genommen, dass er den Plattenbau der Fachhochschule als „sozialistische Notdurftarchitektur“ bezeichnet hatte.

TV-Moderator Günther Jauch

Günther Johannes Jauch wurde am 13. Juli 1956 in Münster geboren und wuchs im Berliner Villenviertel ­Lichterfelde-West auf.

Nach dem Abitur am Gymnasium Steglitz begann er zunächst ein Jura­studium in Berlin. 1975 wechselte er an die Deutsche Journalistenschule in München.

Jauch wurde
Sportmoderator beim Hörfunk des Bayerischen Rundfunks. Von 1985 bis 1989 moderierte er mit Thomas Gottschalk die B3-Radioshow.

1988 führte Jauch beim ZDF zum ersten Mal durch das Aktuelle Sportstudio. Von 1990 bis 2011 moderierte er beim Sender RTL 891-mal das Fernsehmagazin Stern TV.

Als Moderator
der Quizsendung „Wer wird Millionär?“, die seit dem
3. September 1999 von RTL ausgestrahlt wird, schob sich Jauch endgültig an die Spitze der Publikumsgunst.


Günther Jauch ist
verheiratet und lebt mit seiner Frau Thea Sihler und den vier Kindern zurückgezogen in Potsdam.

So populär und leutselig der Fernsehmann auftritt: Jauch, der die meisten Kollegen bis auf den alten Weggefährten Thomas Gottschalk siezt, lässt nur wenige an sich heran. Immer wieder hat sich Jauch, der mittlerweile auch das alte Weingut von Othegraven (Rheinland-Pfalz) besitzt, gegen die Veröffentlichung von Details aus seinem Privatleben gewehrt. Bis zuletzt verwahrte er sich gegen die Berichterstattung über seine Hochzeit mit Thea Sihler (sie haben vier Kinder) im Jahr 2006 im Belvedere auf dem Potsdamer Pfingstberg. Im Juni wies letztlich der Menschenrechtsgerichtshof eine Beschwerde des Ehepaars Jauch ab. Die Richter sahen in der Veröffentlichung von Text und Bild in der „Bunten“ keine Verletzung der Privatsphäre.

Abitur mit einem Schnitt von 3,1

Günther Jauch als Rundfunkmoderator in den 80er Jahren

Günther Jauch als Rundfunkmoderator in den 80er Jahren.

Quelle: dpa

In einem „Spiegel Online“-Interview berichtete Jauch einmal, dass er es zu einem „ruhmlosen 3,1-Abitur“ gebracht habe und die ersten 20 Jahre seines Lebens faul gewesen sei. Und wenn es mit dem Beruf des Journalisten nicht geklappt hätte, dann wäre er Kriminalpolizist oder Banker geworden. Seine Moderationskarriere startete er beim Bayerischen Rundfunk, beim ZDF führte er durch das „Das aktuelle Sportstudio“, dann wechselte er zu RTL: Er prägte das Magazin „Stern TV“. 1998 gelang ihm mit Marcel Reif per Zufall in einer ein Fernseh-Klassiker: In Madrid war vor Spielbeginn das Tor umgekippt, sie mussten einen längeren Zeitraum überbrücken. Jauch begrüßte die später zugeschalteten Zuschauer mit den Worten: „Das erste Tor ist schon gefallen“. Für das gelungene Improvisieren bekam er den Bayerischen Fernsehpreis. Im folgenden Jahr übernahm er die Quizshow „Wer wird Millionär?“ – ein Klassiker.

Von Carsten Rave und Jens Trommer

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