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Brandenburg Rabattschlacht auf dem Biermarkt
Brandenburg Rabattschlacht auf dem Biermarkt
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20:30 19.04.2013
Quelle: MAZ/Wojach
POTSDAM

„Bier ist so günstig wie nie“, sagte Verbandschef Peter Hahn gestern zur MAZ und bestätigte damit einen Bericht der „Bild“-Zeitung. Rund 70 Prozent des Verkaufs laufe über Rabatte. Das könne Firmen ruinieren und schade dem Image des Traditionsgetränks.

Hintergrund des Preiskampfs: Seit Jahren ist der Bierkonsum der Deutschen rückläufig. Nach Angaben des Brauer-Bundes trank 2012 jeder Einwohner statistisch betrachtet 105 Liter des Gerstensafts pro Jahr. 20 Jahre zuvor waren es noch 37 Liter mehr, nämlich 142. Der Bierabsatz in Berlin-Brandenburg lag 2012 bei 3,61 Millionen Hektolitern und damit um 2,3 Prozent niedriger als 2011.

Supermärkte nutzen dieses harte Wettbewerbsumfeld nach Ansicht des Verbandes ungebührlich für Rabattaktionen aus: „Der Handel hat das Bier als Produkt entdeckt, um die Kunden in die Läden zu locken.“ Dabei werde der Druck auf die Brauer, die ohnehin mit steigenden Rohstoff-, Energie- und Verpackungskosten zu kämpfen hätten, weiter erhöht. Natürlich, räumt Hahn ein, Preisdruck gehöre zum Wettbewerb. „Was mich stört, ist, dass Qualitätsaspekte außer Acht gelassen werden. Es läuft nur über den Preis.“

Mike Gärtner, Mitgeschäftsführer vom Frankfurter Brauhaus in Frankfurt/Oder – der größten märkischen Brauerei –, teilt die Kritik. „Die Preise gehen runter, aber trotzdem wird nicht mehr Bier getrunken“, klagt er. Außerdem würden die Kunden angesichts der Lockangebote ihren Stamm-Marken zunehmend untreu. „Das leitet das Sterben der Brauereien ein“, sagt Gärtner. Ein Problem, das sich die Hersteller selbst zusammengebraut haben, findet Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbands Berlin-Brandenburg: Die meisten Firmen stellten „uniform schmeckendes Bier in großen Massen“ her – da sei der Preis eben das einzige Kaufargument. Die Alternative sei, auf Einzigartigkeit zu setzen.

Ein Rezept, das beispielsweise die Klosterbrauerei Neuzelle (Oder-Spree) anwendet. Zum Sortiment des Hauses gehören Ginger-Bier, glutenfreies Bier und Spargel-Bier. „Das sind besondere Produkte, dafür zahlen die Kunden auch“, sagt Geschäftsführer Stefan Fritsche. 35 000 Hektoliter pro Jahr stelle man her – maximal. „Wir wollen nicht größer werden, sondern besser.“

Große Häuser wird die Flucht in die Nische jedoch kaum retten, sagt Mike Gärtner: „Das macht vom Volumen her nicht so viel aus.“ Außerdem zeige die Erfahrung: „Der Verbraucher ist preissensitiv.“ (Von Angelika Pentsi)

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