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Brandenburg Radfahrerin von Baum erschlagen
Brandenburg Radfahrerin von Baum erschlagen
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16:32 12.10.2017
Sturmschäden nach Tief „Xavier“ in Berlin. Quelle: ZB
Potsdam

Wie angekündigt, wehte heute in weiten Teilen in Brandenburg ein kräftiger Wind. Am Vormittag gab es verbreitet Windböen um die 55 km/h, ab Mittag traten vereinzelte stürmische Böen auf.

Wie gefährlich die angekündigten Windböen sind, zeigt er trauriger Vorfall am Donnerstagnachmittag bei Lauchhammer (Oberspreewald-Lausitz). Auf einem Radweg nach Tettau kam es gegen 14 Uhr zu einem tragischen Unfall.

Wie die Polizei mitteilte, fuhr eine Gruppe Radfahrer auf dem Weg, als plötzlich eine Windböe einen Baum umkippen und auf die Gruppe fallen ließ. Dabei wurden eine 84-jährige Frau und zwei 68- und 78-jährige Männer verletzt. Eine weitere 75-jährige Frau wurde durch den Baum so schwer verletzt, dass sie vor Ort ihren schweren Verletzungen erlag.

Bereits zuvor war es im Landkreis Oberspreewald-Lausitz zu einem weiteren windbedingten Unfall gekommen. Gegen 13:45 Uhr kam auf der Kreisstraße zwischen Senftenberg und Meuro eine junge Kradfahrerin durch eine Windböe nach rechts von der Fahrbahn ab und stürzte. Dabei wurde die junge Frau verletzt und durch Rettungskräfte in ein Krankenhaus gebracht.

Immer noch Gefahr durch „Xavier“-Schäden

Derk Ehlert, Experte der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, warnte am Donnerstag davor, dass durch den Wind abgebrochene Äste und Zweige, die noch in den Bäumen hingen, herunterfallen , Bäume in Schieflage umfallen könnten. „Wir sind noch lange nicht mit den Aufräumarbeiten fertig“, so Ehlert. Besonders in den Berliner Wäldern bestehe noch immer Lebensgefahr.

Abgeknickte Bäume, blockierte Straßen und Bahntrassen, beschädigte Häuser und Autos – all dies waren Folgen des Sturmtiefs Xavier das am Donnerstagnachmittag auch über die Prignitz zog und eine Schneise der Verwüstung hinterließ. Bis zum Abend gab es etwa 100 Einsätze landkreisweit, ein Feuerwehrmann wurde verletzt.

Aufräumarbeiten bis Frühjahr 2018

Die Beseitigung der Schäden in den Brandenburger Wäldern und Parks nach „Xavier“ wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Durch das erneute stürmische Wetter muss mit weiterem Schäden gerechnet werden, so könnten lose Äste nun von den Bäumen herunterfallen.

In Potsdam und Berlin sind nun weitere Parkanlagen der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten wieder offen. Wegen notwendiger Aufräumarbeiten bleiben einige Teilbereiche aber zunächst weiter zu, wie die Stiftung mitteilte. «Xavier» habe einen Schaden von mehr als 600 000 Euro verursacht: so sei ein Totalverlust von 240 Bäumen zu beklagen, bei 270 Bäumen wurden die Kronen demnach komplett zerstört. Die Beseitigung der Schäden wird nach den Angaben bis Februar kommenden Jahres dauern.

Bis auf Teilbereiche sind unterdessen der Park Sanssouci mit seinen Häusern, der Neue Garten und ab Samstag Park Babelsberg offen. Zugänglich sind in Berlin auch wieder die Gärten der Schlösser Charlottenburg und Hohenschönhausen. Geschlossen bleiben die Parks Sacrow, Königs Wusterhausen oder Paretz.

Nach dem Sturm folgt der goldene Oktober

Der stürmische Tag hat nach Angaben von Meteorologin Maiwald schönes Wetter in den nächsten Tagen im Schlepptau. Am Wochenende sollen die Temperaturen steigen. Die Sonne wird sich stundenweise zeigen. Am Samstag sind bis zu 20 Grad möglich, am Sonntag bis zu 21 Grad.

Von MAZonline

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