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Brandenburg Rätsel um toten Hotelgast bleibt ungelöst
Brandenburg Rätsel um toten Hotelgast bleibt ungelöst
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00:17 26.02.2017
Quelle: imago
Teltow

Das Rätsel um den Toten mit fünf Identitäten, der in der Badewanne eines Teltower Hotels lag, wird voraussichtlich nie gelüftet werden. Zwar sei die Identität des Mannes geklärt: Es handele sich um einen 42 Jahre alten Mazedonier. Ein Familienmitglied habe den Toten identifiziert und seine Sachen mitgenommen.

„Keine Anhaltspunkte für Fremdverschulden“

Wie die Potsdamer Staatsanwaltschaft aber auf MAZ-Nachfrage erklärte, werde man nicht der Frage nachgehen, woher die Personaldokumente des Mannes stammten und was er damit im Landkreis Potsdam-Mittelmark wollte. „Es gibt keine Anhaltspunkte für Fremdverschulden am Tod des Mannes“, sagte Behördensprecher Christoph Lange. Damit sei die Staatsanwaltschaft mit ihren Ermittlungen am Ende, alle Verfahren seien eingestellt. Anhaltspunkte für Straftaten lägen nicht vor. Weitere Ermittlungen ins Ungewisse hinein wären ungesetzliches Ausspähen, so Lange. Selbst wenn die Personaldokumente gefälscht wären, sei der Fall damit abgeschlossen. Gegen einen Toten werde nicht ermittelt.

Spekulationen, aber keine Gewissheit

Der leblose Körper war am 14. Januar in dem Hotel nahe der Berliner Stadtgrenze von Mitarbeitern des Hauses entdeckt worden. Ein herbeigerufener Notarzt konnte nur den Tod des Mannes feststellen. Bald wurde in verschiedene Richtungen spekuliert, nicht zuletzt gab es Vermutungen, der Mann könnte im Menschenhandel aktiv gewesen sein – oder in einem anderen Zweig der organisierten Kriminalität. Auf Agententätigkeit deutete nichts hin. Das Hotelzimmer soll von einer dritten Person angemietet worden sein, alle Dokumente seien auf den Toten anwendbar gewesen, hieß es.

Laut Strafprozessordnung ist die Staatsanwaltschaft einzuschalten, wenn ein Toter unbekannt ist beziehungsweise der Verdacht besteht, er könne eines unnatürlichen Todes gestorben sein. Auch die Bestattung darf nur nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft erfolgen.

Von Ulrich Wangemann

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