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Randale bei Union: Verein vs. Polizei

Hooligans rasten nach Benefiz-Schlappe aus Randale bei Union: Verein vs. Polizei

Friedliches Testspiel bei Union Berlin? Mitnichten! Statt das Sportereignis gegen Austria Salzburg zu genießen, rasteten die Anhänger des 1. FC Union aus und gerieten mit der Polizei aneinander. Zuvor hatte ihr Verein eine 5:0-Schlappe hinnehmen müssen. Insgesamt wurden 80 Menschen verletzt. Der Verein selbst widerspricht jedoch der Polizeidarstellung.

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Immer wieder zündeten die Union-Anhänger auch nach dem Spiel noch Pyrotechnik.

Quelle: imago sportfotodienst

Berlin. Bei Auseinandersetzungen zwischen Anhängern des 1. FC Union und der Polizei sind am Samstag vor dem Testspiel gegen Austria Salzburg (5:0) nach Polizeiangaben 80 Personen verletzt worden. Wie die Berliner Polizei am Sonntag mitteilte, befänden sich darunter 21 Polizisten und ein Ordner, 26 Personen, die einer aggressiven Fan-Gruppe zuzuordnen sind, sowie weitere Stadionbesucher.

Henkel: „Widerliche Sprechchöre und Gewalttaten“

Insgesamt nahm die Polizei 18 Fußballfans vorläufig fest und leitete Strafermittlungsverfahren unter anderem wegen besonders schweren Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung ein. „Solche widerlichen Sprechchöre und Gewalttaten gegen unsere Polizei sind nicht hinnehmbar“, erklärte Innensenator Frank Henkel am Sonntag. „Union ist eine der großen Säulen des Berliner Sports. Das lässt sich von einigen wenigen Anhängern, die ich bewusst nicht als Fans bezeichnen möchte, leider nicht behaupten“, sagte Henkel.

Union verurteilt Polizeieinsatz

Der 1.FC Union hat unterdessen den Darstellungen der Polizei widersprochen und den Einsatz der Beamten als „unangemessen“ verurteilt. Aus Sicht des Fußball-Zweitligisten habe der „unerklärlich intensive Polizeieinsatz“ die Lage eskalieren lassen, teilten die Köpenicker am Sonntag mit. Polizisten hätten „umgehend mit körperlicher Gewalt“ reagiert und Reizgas eingesetzt, als ein Fan das Gleichgewicht verloren und einen Beamten zu Fall gebracht habe. Ein aggressives Fan-Verhalten habe der Verein nicht festgestellt.

Nach einem zunächst friedlichen Jubiläumsmarsch zum 50. Vereinsgeburtstag von der Köpenicker Altstadt in Richtung Stadion mit rund 1000 Union-Fans hatten Polizei-Beamte den Anhängern den Weg vor der Haupttribüne in Richtung Eingang Waldseite versperrt und damit die Stimmung angeheizt.

300 Beamte gegen 250 gewaltbereite Hooligans

Wie die Polizei mitteilte, wurden von teilweise vermummten Personen pyrotechnische Gegenstände gezündet. Beim Erreichen des Stadions seien Polizisten aus einer Gruppe von rund 250 Anhängern „massiv körperlich angegriffen“ worden. „Die Beamten wehrten die Angriffe mittels körperlicher Gewalt ab und setzten auch Reizgas ein“, hieß es von der Polizei. Insgesamt kamen 300 Polizeibeamte zum Einsatz.

Wie die Polizei weiter mitteilte, stürzte eine Person im Gästefanblock von einem Geländer und musste von einem Notarzt in ein Krankenhaus gebracht werden.

Von dpa

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