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Raserei und Flucht: 10 Monate auf Bewährung

Urteil in Berlin Raserei und Flucht: 10 Monate auf Bewährung

In einer Kurve verliert ein Raser – ohne Führerschein und nicht angeschnallt – die Kontrolle über sein Auto - und verursacht einen Unfall mit mehreren Verletzten. Eine Verletzte zieht er noch aus dem Auto, doch dann flüchtet er. Dafür ist der 21-Jährige nun in Berlin zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.

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Quelle: dpa (Genrefoto)

Berlin. In einer Kurve verliert der junge Raser die Kontrolle über sein Auto - und verursacht einen Unfall mit mehreren Verletzten. Dafür ist der 21-Jährige nun zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten verhängte am Dienstag zudem eine dreijährige Führerscheinsperre. Der Beschuldigte soll außerdem 80 Stunden Freizeitarbeit leisten.

Erheblich überhöhte Geschwindigkeit habe zu dem Unfall im Januar 2016 geführt, begründete die Richterin. Danach sei der junge Mann geflohen. Zwei Frauen, die mit im Auto saßen, erlitten unter anderem Frakturen.

Der geständige Angeklagte saß in einem Mietwagen, als er Ermittlungen zufolge im Stadtteil Gesundbrunnen auf bis zu 100 Stundenkilometer beschleunigte. «Keiner der Fahrzeuginsassen war angeschnallt», hieß es in der Anklage. Mit Tempo 85 bis 90 sei der Wagen schließlich gegen eine Bordsteinkante geprallt, «woraufhin das Fahrzeug abhob, sich mehrfach um die eigene Achse drehte und mehrere Betonpoller aus ihren Verankerungen riss».

Der 21-Jährige hatte vor dem Jugendgericht erklärt, er und sein damaliger Begleiter hätten die beiden Frauen kurz zuvor in einer Diskothek kennengelernt. «Wir wollten noch durch die Stadt fahren.» Keiner der Mitfahrer habe verlangt, dass er «vom Gas gehen soll». Wie schnell er genau fuhr, könne er nicht sagen. Er habe sich «in einer unübersichtlichen Kurve überschätzt». Nach dem Unfall habe er eine der Frauen aus dem Wagen gezogen. «Dann bin ich aus Angst und Panik abgehauen.» Auch der Vorwurf, er sei ein halbes Jahr später ohne Führerschein gefahren, treffe zu.

Das Gericht folgte im Urteil wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, fahrlässiger Körperverletzung, Unfallflucht sowie Fahrens ohne Führerschein im Wesentlichen dem Antrag der Staatsanwältin. Der Verteidiger hatte auf eine «mildere Sanktion» plädiert.

Von Anne Baum

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