Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Raubmord an Rentnerin: Täter soll lebenslang in Haft
Brandenburg Raubmord an Rentnerin: Täter soll lebenslang in Haft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:05 10.03.2017
Quelle: dpa (Genrefoto)
Cottbus

Mehr als zwei Jahre nach dem gewaltsamen Tod einer Rentnerin in Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz) hat die Staatsanwaltschaft im Prozess lebenslange Haft wegen Mordes für den Angeklagten gefordert. Das teilte das Landgericht Cottbus am Freitag mit. Zudem wollten die Ankläger erreichen, dass eine besondere Schwere der Schuld festgestellt werde, was eine vorzeitige Haftentlassung des Mannes erschweren würde, hieß es.

Angeklagter wollte den Raub verschleiern – durch Mord

Die Staatsanwaltschaft hatte zum Prozessauftakt im November 2015 dem damals 30 Jahre alten Angeklagten vorgeworfen, die Rentnerin im Januar 2015 in ihrer Wohnung ermordet zu haben, um den Raub eines Geldbeutels zu vertuschen. Der Angeklagte hatte die Tatvorwürfe damals zurückgewiesen.

Die Anklagebehörde hatte beim Auftakt betont, dass der Mann mit der Absicht zur Wohnung der älteren Frau gegangen war, um Geld oder wertvolle Gegenstände zu stehlen. Er habe die 70-Jährige mit einem Kabelbinder gefesselt, sie beraubt und anschließend mit einem Messer auf sie eingestochen, um den Überfall verschleiern. Die Frau starb an ihren Halsverletzungen.

Täter soll sein Opfer gekannt haben

Als die Leiche der Rentnerin im Januar 2015 gefunden worden war, waren die Ermittler sofort von einem Kapitalverbrechen ausgegangen. Monate später nahm die Polizei den Angeklagten im nahe gelegenen Schwarzheide fest. Am Rande des Prozessauftaktes hatte die Staatsanwaltschaft erwähnt, dass das Opfer den Mann gekannt haben soll.

Die lebenslange Haftstrafe forderte die Staatsanwaltschaft am Freitag nach Gerichtsangaben nicht nur wegen Mordes, sondern auch in Tateinheit mit Raub mit Todesfolge.

Das Gericht geht davon aus, dass die Verteidigung beim nächsten Verhandlungstermin plädieren wird. Der nächste Prozesstag war vom Landgericht bislang für den 16. März vorgesehen.

Von Anna Ringle

Ordentliche Wartung vorausgesetzt, funktionieren die alten Windenergieanlagen so sicher wie die neuen. In der Uckermark kam es Anfang Januar trotzdem zum Crash. Nun glaubt man zu wissen warum.

10.03.2017
Brandenburg Streik in Schönefeld und Tegel - Tränen, weil der Flug gestrichen wurde

Der Streik des Bodenpersonals lähmt die Berliner Flughäfen - sogar die Besucherterrassen bleiben geschlossen. Der größte Kunden der Berliner Flughäfen hat wenig Verständnis für den Streik. Die meisten Fluggäste können die Arbeitsniederlegung sehrwohl nachvollziehen – auch, wenn Tränen fließen.

10.03.2017

Ein einschlägig bekannter Gewalttäter tötete seine Großmutter und überfuhr auf der Flucht zwei Polizeibeamte. Ein Gericht hielt den psychisch auffälligen Mann zuvor für behandlungsfähig. Zudem ist er schwer drohen- und alkoholabhängig. Bei der Tat war er nüchtern, hatte aber einige Drogen konsumiert.

10.03.2017