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Rauchfreie Haltestellen? Das denken MAZ-Leser

Umfrage Rauchfreie Haltestellen? Das denken MAZ-Leser

Dieser Vorschlag hat für Diskussionen unter den MAZ-Lesern gesorgt. Die SPD hat angeregt in Potsdam rauchfreie Haltestellen zu schaffen. Vor allem auf Facebook ist lebhaft darüber diskutiert worden. Viele Leser finden den Vorschlag abwegig, andere können ihm durchaus etwas abgewinnen. Ein Überblick.

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Wer in Potsdam an der Bushaltestelle steht, darf bislang rauchen. Geht es nach der SPD könnte es damit bald vorbei sein. Denn die SPD-Fraktion will sich für ein Rauchverbot in Bus- und Tramwartehäuschen einsetzen. „Etliche Beschwerden von Fahrgästen haben dazu geführt, dass wir uns darum noch einmal kümmern wollen“, so Fraktionschef Pete Heuer. Das sei allerdings nicht so einfach, weil die Potsdamer Verkehrsbetriebe ViP anders als die Deutsche Bahn auf Bahnhöfen kein Hausrecht an den Haltestellen habe. Der Kooperationspartner Wall, der dem ViP die Wartehäuser zur Verfügung stellt, müsse gefragt werden.

Unter MAZ-Lesern sorgte der Vorschlag für viele Diskussionen. An einer Umfrage auf MAZonline beteiligten sich rund 650 Leser. Eine knappe Mehrheit von 52 Prozent (Stand: Donnerstag, 15 Uhr) findet ein Rauchverbot sinnvoll.

Rauchverbot an Haltestellen

Sind Sie für ein generelles Rauchverbot an Bushaltestellen?

Vor allem aber wurde die Idee auf Facebook diskutiert. Dort gingen mehr als 80 Kommentare ein. Tenor: Der Vorschlag ist eine Schnapsidee. Wir geben einen Überblick über einige Kommentare (Orthografie nicht geändert).

Leser Tino Fischer formuliert es so: „Wir können in Deutschland mit unserer Regulierwut auch noch die WC Benutzung reglementieren. Man muss sich doch nicht wegen jedem meckernden Kleinbürger ein Thema zur Staatsaffäre machen. Etwas gegenseitige Rücksichtnahme würde oft schon reichen, als immer gleich nach Verboten zu schreien.“

Dominique Römhild pflichtet dem Kommentator bei und schildert eine Erfahrung, die er kürzlich gemacht hat: „Amen! Letztens wurde ich von einer Frau angesprochen, die mich bat den Platz (auf der Bank im Häuschen der Haltestelle)mit ihr zu tauschen, weil der Wind den Rauch zu ihr trägt. Gesagt- getan. Sie hat mich nicht angemeckert, ich habe ihr Anliegen verstanden und gut war die Sache. Fertig.“

Gabriela Lehmann will das so nicht gelten lassen. Sie schreibt: „Da bist du aber nett! Die meisten Raucher sind rücksichtslos und kapieren nicht, dass man den Rauch nicht nur unangenehm findet, sondern ihn aus gesundheitlichen Gründen nicht aushalten kann. Ich habe zum Beispiel eine chronische Bronchitis und huste mich tot, wenn ich Rauch einatmen muss. Die meisten Raucher lächeln dann nur...“

Die meisten Leser halten von einem Verbot nichts, sie plädieren auf Rücksichtnahme und kritisieren, dass viele Dinge dann auch verboten werden sollten. In vielen Kommentaren lässt sich auch Häme für den Vorschlag erkennen. Eine Auswahl: Andreas Wellnitz etwa meint: „Andere Probleme hatt das Land nicht da kann man nur den Kopf schütteln ohne worte.“ Juana Schülke schreibt: „Ich denke dieses Land hat zur Zeit ganz andere Probleme. Absoluter Schwachsinn..“  Birgitta Schiller: „Man kann auch alles übertreiben! Welchem Beamten ist da langweilig?“

Einige Leser könnten einem Verbot durchaus etwas abgewinnen. Etwa Daniel Blatt: „Ich finde es super, gerade an kleinen Bus halte stellen, mit Kind.“ Marija Urbanc sieht es ähnlich: Rauch ist eine Vergewaltigung für Nichtraucher. Es wird mir eine Giftigeluft zum atmen aufgezwungen. RAUCHVERBOT ist schon lange fällig.“

Einige Leser sehen das Problem auch bei fehlenden Mülleimern an den Haltestellen. Diese könnten einige Probleme lösen meint etwa Uwe Ubber: „Die sollen sich lieber mal drum kümmern das an Haltestellen Mülleimer mit Aschenbecher sind und dann bitte nicht diese Kübel wo Wind Tierwelt denn Müll rausholen und in der Umwelt verteilen .“   Hubert Freitag denkt ähnlich: „Aschenbecher an den Haltestellen würde auch so manchen Raucher bewegen, den Rest nicht auf die Strasse zu werfen.“

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Debatte über Rauchverbot an Haltestellen

Im Mai 2014 wurde die erste Nichtraucherzone in einer Haltestelle in Potsdam ausgerufen. Das war aber nicht bindend, denn ein wirkliches Rauchverbot ist gar nicht so einfach durchzusetzen. Wenn es nach der SPD geht, soll sich das ändern. Grund seien viele Beschwerden. Was denken Sie?

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