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Brandenburg Rauswurf wegen Kopftuch? Zeugen entlasten BVG-Fahrer
Brandenburg Rauswurf wegen Kopftuch? Zeugen entlasten BVG-Fahrer
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14:57 01.12.2016
Quelle: Stephanie Pilick
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Berlin

Rausschmiss wegen eines Kopftuchs? Ein 14 Jahre altes Mädchen hatte gegenüber ihren Eltern von einem fast unglaublichen Vorfall in einer Berliner Straßenbahn berichtet. Sie habe die Tram in Friedrichshagen verlassen sollen, weil der Fahrer niemanden mit Kopftuch befördern wolle. Doch offenbar war die Situation eine ganz andere. Zeugen entlasten jetzt den Tramfahrer auf Facebook.

Der Vorwurf hatte Wellen geschlagen, viele Medien hatten am Mittwoch darüber berichtet. Doch die Pressemitteilung der Polizei stützte sich zunächst lediglich auf die Aussagen des Mädchens – Möglichkeitsform inklusive. Nicht nur, dass das junge Mädchen zum Verlassen der Tram aufgefordert worden sei, es hätte ihr auch niemand beigestanden.

Sie wollte ihren Döner nicht einstecken

Auf Facebook schrieb nun eine mutmaßliche Zeugin, das junge Mädchen hätte mit ihrer Freundin in der Tramlinie gesessen und einen Döner gegessen. Auch auf mehrere Aufforderungen, den Döner draußen zu essen, habe nur die Freundin ihre Mahlzeit weggelegt. „Sie hat allerdings weiter gegessen uns sich nicht mal im Ansatz für die Worte des Bahnfahrers interessiert“, so die Facebook-Nutzerin. Drei Mal hätte er sich wiederholt, ehe er darum bat, „dass das Mädchen mit dem weißen Kopftuch doch bitte aussteigen solle und ihren Döner dort essen solle.“

Informiert hat die Zeugin inzwischen auch die Polizei. Die Aufnahmen aus der Straßenbahn sollen sich nach Angaben der BVG mit der Aussage der Zeugin decken. Der Fahrer wäre damit entlastet, denn es ist sein Recht, Fahrgäste seines Fahrzeuges zu verweisen, wenn sie entgegen der Betriebsbedingungen handeln.

Von MAZonline

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