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Razzia auf Reichsbürger-Areal: Waffen konfisziert

Kreis Oberhavel Razzia auf Reichsbürger-Areal: Waffen konfisziert

Bei einer Razzia im Landkreis Oberhavel hat die Polizei auf dem Anwesen eines sogenannten Reichsbürgers mehrere Waffen sichergestellt. Ein Spezialeinsatzkommando sicherte den Einsatz in den frühen Morgenstunden. Die Behörden wollen in Zukunft verstärkt gegen Reichsbürger vorgehen. Der Einsatz war der erste in dieser Reihe.

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Diese Waffen hat die Polizei bei der Razzia sichergestellt.

Quelle: Polizei

Fürstenberg. Die Brandenburger Behörden machen ernst und gehen verstärkt gegen die sogenannten Reichsbürger vor. Am frühen Montagmorgen wurde in Fürstenberg das Anwesen eines 57-Jährigen durchsucht. Dabei wurden mehrere Waffen – Gewehre und Pistolen – sichergestellt. Das hat die Polizei am Montagmittag mitgeteilt. Auch auf ihrem Twitterkanal hat die Polizei darüber berichtet.

Für die Behörden gilt – wer die Gesetze der Bundesrepublik nicht anerkennt, der ist nicht zuverlässig genug, Waffen zu besitzen. Da die sogenannten Reichsbürger die Bundesrepublik ablehnen, haben die Brandenburger Behörden zuletzt angekündigt, verstärkt gegen die Reichsbürger-Szene vorzugehen und ihnen den Waffenbesitz zu verwehren.

Ein SEK-Kommando war ebenfalls im Einsatz

Am Montagmorgen durchsuchten rund 50 Polizisten, darunter auch ein Spezialeinsatzkommando, das Anwesen eines 57-Jährigen. Um den Mann zu überraschen, begann der Einsatz bereits gegen 6 Uhr. Die Polizisten fanden drei Waffen, außerdem übergab er den Polizisten weitere Waffen, die er der Wohnung einer 48-Jährigen lagerte. Gegen die Frau wurde eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz gefertigt.

Reichsbürger versteckt Straftäterin in seiner Wohnung

Bei der Razzia stieß die Polizei zudem auf rund vier Dutzend Cannabis-Pflanzen. Außerdem nahmen die Beamten eine 65-jährige Frau fest, die sich in der Wohnung des 57-Jährigen befand. Wie sich später herausstellte, war die Frau zur Fahndung ausgeschrieben. Sie war wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe von 1800 Euro verurteilt worden, die sie nicht bezahlt hatte. Weil die Frau das Geld nicht aufbringen konnte, muss sie nun für 80 Tage ins Gefängnis.

Gegen den 57-Jährigen wurde ein generelles Waffenbesitzverbot ausgesprochen. Außerdem sind gegen ihn mehrere Verfahren eingeleitet worden.

Von MAZonline

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