Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 13 ° wolkig

Navigation:
Razzia nach Schlag gegen Drogen-Webshop

Durchsuchungen auch in Brandenburg Razzia nach Schlag gegen Drogen-Webshop

Die Polizei geht verstärkt gegen Drogenbestellungen im Internet vor. Der ersten Razzia gegen den Web-Shop „Chemical Love“ mit Rauschgift aller Art folgt eine zweite Durchsuchungswelle bei einstigen Kunden. Beamte waren auch in Brandenburg im Einsatz.

Voriger Artikel
Italienisches Verwirrspiel mit schillernden Masken
Nächster Artikel
Polizeitaucher sichern die Außenminister


Quelle: dpa

Koblenz/Brandenburg. Viereinhalb Monate nach der Zerschlagung von Deutschlands größtem Drogen-Webshop „Chemical Love“ haben Polizisten bundesweit Wohnungen mutmaßlicher früherer Großabnehmer durchsucht. Bei der Razzia am Mittwoch nahmen rund 300 Beamte 68 Wohnungen von 63 Verdächtigen unter die Lupe, wie die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz am Donnerstag mitteilte. Betroffen waren elf Bundesländer: Rheinland-Pfalz, Hessen, Niedersachsen, Thüringen, Bayern, Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern,Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Berlin und Schleswig-Holstein.

Bei einem 38-jährigen Ingolstädter mit 16 Gramm der Droge Crystal Meth, einem Säbel und mehreren Dolchen klickten die Handschellen. Insgesamt stellten die Polizisten bundesweit ein Kilo Amphetamin, 475 Ecstasy-Pillen, 40 LSD-Trips, ein Kilo Marihuana, 6500 Euro Bargeld, Falschgeld in dreistelliger Höhe sowie weitere Waffen wie einen Revolver und eine Machete sicher.

Der stellvertretende Generalstaatsanwalt Mario Mannweiler in Koblenz sagte: „Wir waren überrascht, dass viele offenbar nicht glaubten, dass wir der Sache nochmals nachgehen würden.“ Es sei bei der neuen Razzia nicht um Kleinkunden, sondern um mutmaßliche Weiterverkäufer von Rauschgift gegangen.

Mitte April hatten Ermittler bereits bei einem Zugriff in Rülzheim (Rheinland-Pfalz) sowie in Stuttgart und Weissach (Baden-Württemberg) fünf mutmaßliche Betreiber von „Chemical Love“ festgenommen. Auch damals stellten sie große Mengen Drogen sicher. Daneben gab es vier weitere Beschuldigte.

Das Rauschgift soll seit Mai 2015 sowohl im offenen Internet als auch im sogenannten Darknet angeboten worden sein - zum bequemen Bestellen mit Mausklick neben einzelnen Bildchen der Ware. Per Postversand sollen mehr als 1500 Verkäufe für insgesamt mindestens 1,3 Millionen Euro abgewickelt worden sein - bezahlt ausschließlich mit der Cyber-Währung Bitcoin.

Von Jens Albes

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg

Ein neues Geheimdienst-Gesetz steht an: Sollte der BND mehr Befugnisse erhalten?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg