Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 0 ° wolkig

Navigation:
Reaktionen auf den Rücktritt von Günter Baaske

Brandenburger Bildungsminister Reaktionen auf den Rücktritt von Günter Baaske

Brandenburgs Bildungsminister Günter Baaske (SPD) tritt zurück. Nachfolgerin wird Britta Ernst (SPD), Ehefrau von Hamburgs erstem Bürgermeister Olaf Scholz (SPD). Während die Linke die Entscheidung sehr bedauert, hagelt es von anderer Seite Kritik.

Voriger Artikel
Sie wird Brandenburgs neue Bildungsministerin
Nächster Artikel
Linke wollen Präsidiumssitzung wegen Freie Wähler

Günter Baaske (SPD) ist als Bildungsminister zurückgetreten.

Quelle: dpa

Brandenburg. Brandenburgs Bildungsminister Günter Baaske (SPD) tritt zurück. Seit November 2014 war Baaske Minister für Bildung, Jugend und Sport. Nachfolgerin wird Britta Ernst (SPD). Der 59-jährige Baaske hatte kürzlich geheiratet und wolle mehr Zeit für die Familie haben.

Woidke dankt langjährigem Kollegen

Ministerpräsident Woidke dankte Baaske für seine Arbeit im Kabinett und „viele Jahre Freundschaft“. Baaske war zuvor auch sieben Jahre lang Arbeits- und Sozialminister in Brandenburg und auch Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion in Potsdam.

Dietmar Woidke sei gescheitert

Der gerade erneut in den Bundestag gewählte CDU-Abgeordnete Sebastian Steineke aus der Prignitz twitterte, Ministerpräsident Dietmar Woidke sei „vollständig gescheitert“. Der Abgang Baaskes sei so zu deuten: „engste Vertraute verlassen die Brücke“, so Steineke.

Die Linke bedauert den Rücktritt

Mit Bedauern reagierte die Linkspartei auf den Rückzug des SPD-Ministers. Baaske habe sich „in dem Ressort gut eingearbeitet und war uns ein kompetenter sowie zuverlässiger Partner“, schreibt die bildungspolitische Sprecherin der Linken-Fraktion, Kathrin Dannenberg. Gemeinsam mit Baaske haben man in der rot-roten Koalition „viel erreicht“. Dazu zählt Dannenberg verbesserte Kita-Bedingungen, zusätzliche Lehrerstellen und die Förderung von Schulzentren. Mit „großen Erwartungen“ blicke man bei der Linkspartei auf die Nachfolgerin.

FDP fordert Neuanfang für Brandenburg

Brandenburgs Liberale sehen die Landesregierung inhaltlich und personell endgültig ausgezehrt. Axel Graf Bülow, Landeschef der FDP, führt in einer Pressemitteilung eine lange Mängelliste an: „Ein Minister, dem wenig gelungen ist und der vorzeitig das Handtuch wirft. Ein Ministerpräsident, der nicht führt, (...) dem seine Partei entgleitet. Minister, die das Mittelmaß verwalten, statt mit frischen Ideen das Land voranzubringen.“ Sie verbinden ihre Kritik mit einer klaren Forderung: „Wir brauchen einen Neuanfang für Brandenburg. Neuwahlen wären hier die sauberste Option.“

Junge Liberale kritisieren Baaskes Rücktritt

Auch die jungen Liberalen kritisieren den Rücktritt Baaskes mittels Pressemitteilung: „Es ist offenkundig, dass die SPD nervös wird und deswegen so taktiert. Die Berichterstattung zur Bundestagswahl soll diesen zweifelhaften Wechsel übertönen“, vermutet Matti Karstedt, Vorsitzender der Jungen Liberalen Brandenburg.

AfD übt Kritik an SPD

Die AfD reagiert indes ebenfalls mit Kritik gegenüber Baaske. „Mit Bildungsminister Günter Baaske geht ein Minister, der sich vor allem auf das Repräsentieren verstanden hat. Ansonsten hat er für eine gravierende inhaltliche Leere beim wichtigen Zukunftsthema Bildung gesorgt und wird als Verantwortlicher für das Chaos beim diesjährigen Mathe-Abi in Erinnerung bleiben. Da Baaske systematisch an der Abschaffung der Schulnoten gearbeitet hat, kann ich ihm leider keine 6 geben. Es reicht nur für eine mündliche Beurteilung: Er war stets bemüht“, teilte der bildungspolitische Sprecher der AfD Fraktion, Steffen Königer, mit.

Dass die Nachfolgerin ausgerechnet die abgewählte ehemalige Bildungsministerin Britta Ernst ist, zeige, wie groß die Personalnot der SPD Brandenburg mittlerweile sei, erklärte Königer weiter. Man setze so nicht auf brandenburgische Fachkompetenz, die Brandenburger Schüler hätten das nicht verdient, heißt es weiter.

Das sagen unsere Leser auf Facebook zu Baaskes Rücktritt

Wolfgang Seelbach: „Das kommt für mich überraschend. War eine konstruktive Zeit mit ihm als Landeselternsprecher. Für den kommenden Lehrkräftenotstand war er nicht verantwortlich, das waren insbesondere die beiden Vorgängerregierungen.“

Philipp Wacker: „Wenn das Land Brandenburg in den nächsten Haushalten nicht mehr Geld zum Ausgeben für das Bildungsministerium zur Verfügung stellt, dann wird auch die Nachfolgerin eine Verwalterin des Mangels und rennt mit dem Feuerlöscher von Brandherd zum Brandherd. Es fehlt mir die Debatte darüber wie viel uns gute und vielschichtige Bildung hier in Brandenburg wert ist! Das sage ich als Vorsitzender eines Schulfördervereines, wir hatten Herrn Baaske vor kurzem zu Gast!“

Klaus Stein: „Als Bildungsminister sollte es seine Pflicht und Aufgabe sein, genau diese fehlende Debatte in Brandenburg anzustoßen und zu befeuern. Mal ehrlich, was hat er Ihnen vor kurzem erzählt? Wir schaffen das... ich kann nicht mehr... mir fehlt die Unterstützung von oben... etc. Wenn man nicht in der Lage ist ein Haus zu bauen, dann lässt man bauen und widmeet sich Dingen, die man beherrscht. Alles andere ist Murks, wie man sehen kann.“

Von MAZonline

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg

Begleitetes Fahren schon ab 16 statt 17 – eine gute Idee?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg