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Regenbogenfahne weht vor Potsdamer Landtag

Tag gegen Homophobie Regenbogenfahne weht vor Potsdamer Landtag

Nach dem Streit um das Wehen der Regenbogenfahne vor dem Landtag ist das Zeichen der Schwulen- und Lesbenbewegung gehisst. Sie soll deutlich machen, dass es in Brandenburg keinen Platz für Diskriminierung gibt. Ein symbolischer Akt, der dem Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg nicht ausreicht.

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Die Regenbogenfahne weht.

Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam. Premiere für die Regenbogenfahne vor dem Potsdamer Landtag: Das weltweite Symbol der Lesben- und Schwulenbewegung wurde am Dienstag dort erstmals gehisst. Anlass war der Internationale Tag gegen Homo- und Transphobie. Dem Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg reicht das nicht aus. Er forderte von der Landesregierung einen Aktionsplan.

Viele Schutzlücken in Brandenburg und Berlin

Es sei an der Zeit für konkrete Taten, betonte Landesgeschäftsführer Jörg Steinert. Es gebe viele Schutzlücken. So seien homosexuelle und transgeschlechtliche Flüchtlinge in Unterkünften von Gewalt bedroht. Vor wenigen Tagen sei einer Regenbogenfamilie mit zwei Müttern und zwei Kindern eine Familienkarte fürs Schwimmbad verweigert worden. Eine systematische Erfassung von Diskriminierungs- und Gewaltfällen gebe es in Brandenburg nicht, kritisierte der Verband.

Kein Platz für Diskriminierung

„In einer modernen Gesellschaft und starken Demokratie, die für alle da ist, kann es für Diskriminierung keinen Platz geben“, betonte Parlamentspräsidentin Britta Stark. „Jeder Mensch verdient in seiner Individualität Wertschätzung“, sagte sie.

Wichtig sei ein offenes, tolerantes und klares Bekenntnis zu gesellschaftlicher Vielfalt, betonte Sozialministerin Diana Golze (Linke). In diesem Jahr unterstützt das Land mit 241 000 Euro die Aids-Prävention und schwul-lesbische Projekte.

Vor des Hissens der Flagge hatte es Aufregung gegeben. Es war ein Streit zwischen der Potsdamer Schwulenszene und dem Landtagspräsidium entfacht.

Von MAZonline

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