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Brandenburg Regionalzüge in Brandenburg sind meist pünktlich
Brandenburg Regionalzüge in Brandenburg sind meist pünktlich
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00:25 18.04.2019
Zu 95,3 Prozent pünktlich: Regionalzüge in Brandenburg. Quelle: dpa
Potsdam

In Brandenburg sind die Regionalzüge der Deutschen Bahn (DB) deutlich pünktlicher als in anderen Ländern. Nach einer aktuellen Statistik der Bahn sind im vorigen Jahr 95,3 Prozent der Züge zur festgesetzten Zeit gefahren. Nach der Definition der Bahn heißt das: weniger als sechs Minuten zu spät.

Damit nimmt das Land Brandenburg im Vergleich zu den anderen 15 Bundesländern den vorderen Platz fünf ein. Es liegt über dem Bundesdurchschnitt von 94,1 Prozent. Das geht aus der Antwort von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen im Bundestag hervor.

Auf den Spitzenplätzen in der Pünktlichkeitsstatistik der Deutschen Bahn für 2018 stehen vor allem Ost-Länder. Auf Platz eins ist Berlin mit 97,3 Prozent. Das Flächenland mit der größten Pünktlichkeit ist auf Platz zwei Mecklenburg-Vorpommern (96,6), gefolgt von Thüringen (95,9) und Sachsen (95,5) auf den Plätzen 3 und 4. Dahinter stehen Brandenburg gleichauf mit dem besten West-Flächenland, dem Saarland.

Schlusslicht ist Bremen

Bundesweites Schlusslicht ist Bremen mit 86,0 Prozent, vor Schleswig-Holstein (87,9 Prozent) und Hamburg (89,0 Prozent). Allerdings wurde in der Hansestadt – anders als in Berlin – die S-Bahn nicht mitgerechnet. Würde man die deutlich pünktlichere S-Bahn mit rechnen, würde Hamburg laut Bahn mit 97,7 Prozent sogar den Spitzenplatz einnehmen – noch vor Berlin.

Warum viele Züge im Osten pünktlicher sind als Westen, erklärt sich Karl-Peter Naumann, der Ehrenvorsitzende des Fahrgastverbands Pro Bahn, so: Viele Strecken im Osten seien heute weitgehend modernisiert. Und es gebe weniger Verkehr auf der Schiene. Dagegen würde im Westen störanfällige Uralt-Signaltechnik deutlich aufs Tempo drücken.

Verspätungen gehen zurück

Die Verspätungen von Regionalzügen gehen den Zahlen zufolge in Brandenburg zurück. Vor fünf Jahren waren nur 93,1 Prozent der Züge pünktlich – jetzt sind es mit 95,3 Prozent mehr als zwei Prozentpunkte mehr. Im Jahr 2017 waren es 94,9 Prozent. Rein rechnerisch gab es in Brandenburg im vorigen Jahr 4,1 Millionen Verspätungsminuten, das sind rund 20.000 weniger als im Jahr davor.

Der Chef des Berlin-Brandenburger Fahrgastverbands Pro Bahn, Peter Cornelius, sagte, die Zahlen für die Region seien zufriedenstellend. Die Probleme im Regionalverkehr seien andere. Häufig seien die Züge überfüllt und es gebe zu wenige Plätze. „Wer über eine Stunde fahren muss, will gern sitzen und kann es nicht“, betonte Cornelius. Das seien die Gründe für die meisten Beschwerden, die der Verband von Fahrgästen bekäme. Es müssten wesentlich mehr Züge angeschafft werden, forderte er. Er habe aber den Eindruck, dass die rot-rote Landesregierung dieses Problem inzwischen erkannt habe.

Größere Problem als im Regionalverkehr hatte die Bahn im vergangenen Jahr im Fernverkehr, ihre Züge pünktlich ans Ziel zu bringen. Jeder vierte ICE, Intercity oder Eurocity kam den Angaben zufolge 2018 zu spät.

Regionalzüge und S-Bahnen fährt die Bahn nicht auf eigene Rechnung. Sie werden im Auftrag der Länder von den Verkehrsverbünden bestellt und bezuschusst. Bei Verspätungen können die Länder ihre Zahlungen kürzen. Etwa zwei Drittel des Angebots fährt die Deutsche Bahn.

Von Igor Göldner

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