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Rekordzulauf in den Sportvereinen

Landessportbund Brandenburg Rekordzulauf in den Sportvereinen

Brandenburgs Sportvereine haben noch nie so viele Mitglieder aufgenommen wie im vergangenen Jahr. Laut der am Freitag veröffentlichten Mitgliederstatistik gab es binnen eines Jahres einen Zuwachs von 10 278 Mitgliedern.

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Sportvereine locken mit immer attraktiveren Angeboten – vor allem für den Gesundheitssport

Quelle: Fotolia

Potsdam. Frauen und Männer, Mädchen und Jungen rennen Brandenburger Sportvereinen die Türen ein. Die Anzahl der Mitglieder im Landesportbund (LSB) erhöhte sich zum 1. Januar 2017 – dem Stichtag der gestern veröffentlichten Mitgliedererhebung – auf 342 581. Das entspricht einem Rekordzuwachs binnen Jahresfrist von 10 278 Mitgliedern. Damit gehören 13,8 Prozent aller Brandenburger einem hiesigen Sportverein an, also fast jeder Siebte.

„2016 war für den Brandenburger Sport nicht nur ein erfolgreiches Jahr dank der olympischen und paralympischen Medaillengewinner um den Kanuten Sebastian Brendel in Rio, sondern auch dank der Zehntausenden Ehrenamtler in den Vereinen, die den Sportlern nicht nur eine Trainingsstätte, sondern oftmals ein Stück Zuhause bieten“, sagte am Freitag LSB-Präsident Wolfgang Neubert (63). Bemerkenswert: Zulauf verzeichnen neben den Vereinen im bevölkerungsreichen, sogenannten Speckgürtel rund um Berlin auch Sportklubs in der Uckermark, in der Prignitz oder in der Lausitz. „In vielen ländlichen Regionen sind die Sportvereine ein wichtiger Motor des gesellschaftlichen Lebens auf dem Dorf“, erklärte Neubert diese überraschende Entwicklung.

Qualitätssiegel „Sport pro Gesundheit“

Zwar stieg 2016 die Mitgliederzahl im 26. Jahr in Folge, aber in den Jahren zuvor lag der Zuwachs immer im Bereich zwischen 1000 und 4000. „Dass wir nun binnen eines Jahres gleich über 10 000 Mitglieder mehr verzeichnen können, spricht für die Attraktivität der Vereine“, betonte LSB-Vorstandsvorsitzender Andreas Gerlach. Denn die Anzahl der Vereine sei mit 3020 annähernd konstant geblieben.

Ein dickes Plus gibt es vor allem bei Kindern bis 14 Jahre und bei den Senioren über 60 Jahre. Diese Entwicklung kommt für Gerlach nicht von ungefähr. Während die Jüngsten von den neu initiierten Förderprogrammen Kita/Verein beziehungsweise Schule/Verein profitieren, sprechen die älteren Jahrgänge besonders auf die breite Palette der Angebote im Gesundheitssport an. „Dabei geht es vor allem um die fachkundige Anleitung etwa beim Rückentraining, die sich durchaus mit Fitnessstudios oder Physiotherapien messen kann“, so Gerlach. 320 Sportangebote in insgesamt 90 märkischen Vereinen seien sogar mit dem Qualitätssiegel „Sport pro Gesundheit“ zertifiziert worden.

Rezept für Bewegung beim Arzt

Inzwischen greift eine weitere Idee: Seit Jahresbeginn gibt es das „Rezept für Bewegung“. An dieser Aktion beteiligen sich bisher 77 Arztpraxen im Land, die ihren Patienten bestimmte Vereine mit Gesundheitskursen zum Beispiel für Herzkreislauf- oder das Haltungs- und Bewegungssystem empfehlen. Dazu gibt es vom LSB eine kostenlose Broschüre „Gesundheitssportangebote 2017“. Die 2014 verabschiedete Strategie „Sportland Brandenburg 2020“ hätte sich somit als richtiger Weg erwiesen, so Gerlach.

Von Peter Stein

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